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In einem Schweizer Buch lieferte sich Relotius ans Messer

Im Sammelband «Wellen schlagen» berichtet der «Spiegel»-Reporter, wie er Spenden von Lesern sammelte. Diese erreichten aber nie ihr Ziel.

Bernhard Odehnal
Er hat Artikel gefälscht und Interviewpartner erfunden: Claas Relotius, seit 2017 Autor beim «Spiegel», hält den Reemtsma-Freiheitspeis, der ihm im März 2017 in Berlin verliehen wurde.
Er hat Artikel gefälscht und Interviewpartner erfunden: Claas Relotius, seit 2017 Autor beim «Spiegel», hält den Reemtsma-Freiheitspeis, der ihm im März 2017 in Berlin verliehen wurde.
GOLEJEWSKI, Keystone
Wurde bei der Zusammenarbeit misstrauisch: Der Betrug von Relotius wurde von seinem Arbeitskollegen Juan Moreno aufgedeckt. Die beiden Redaktoren arbeiteten für die Geschichte «Jaegers Grenze» zusammen.
Wurde bei der Zusammenarbeit misstrauisch: Der Betrug von Relotius wurde von seinem Arbeitskollegen Juan Moreno aufgedeckt. Die beiden Redaktoren arbeiteten für die Geschichte «Jaegers Grenze» zusammen.
ALEXANDER BECHER, Keystone
Der «Spiegel» ging in die Offensive und veröffentlichte den Betrug selbst: Mindestens 14 der 60 Texte, die Claas Relotius für das Nachrichtenmagazin schrieb, waren erfunden oder teilweise gefälscht.
Der «Spiegel» ging in die Offensive und veröffentlichte den Betrug selbst: Mindestens 14 der 60 Texte, die Claas Relotius für das Nachrichtenmagazin schrieb, waren erfunden oder teilweise gefälscht.
Morris MacMatzen, AFP
Ein Desaster in Zeiten von Fake News: Insbesondere weil der «Spiegel» die grösste Dokumentarabteilung der Welt hat, die die Texte jeweils auf Fakten überprüft, ist der Skandal verheerend.
Ein Desaster in Zeiten von Fake News: Insbesondere weil der «Spiegel» die grösste Dokumentarabteilung der Welt hat, die die Texte jeweils auf Fakten überprüft, ist der Skandal verheerend.
Morris MacMatzen, AFP
Versuchen den Schaden einzugrenzen: Der «Spiegel» veröffentlichte einen 40'000 Zeichen langen Text, in dem der Betrug anhand der Texte von Relotius erklärt wird. Zudem soll eine Komission eingesetzt werden, um die Fälschungen detailliert zu kontrollieren.
Versuchen den Schaden einzugrenzen: Der «Spiegel» veröffentlichte einen 40'000 Zeichen langen Text, in dem der Betrug anhand der Texte von Relotius erklärt wird. Zudem soll eine Komission eingesetzt werden, um die Fälschungen detailliert zu kontrollieren.
Morris MacMatzen, AFP
Prüfen die Artikel noch einmal: Auch die «NZZ am Sonntag» sowie das «NZZ Folio» veröffentlichten zwischen 2012 und 2014 mehrere Texte von Claas Relotius. Sie werden nun noch einmal bei einem Faktencheck geprüft.
Prüfen die Artikel noch einmal: Auch die «NZZ am Sonntag» sowie das «NZZ Folio» veröffentlichten zwischen 2012 und 2014 mehrere Texte von Claas Relotius. Sie werden nun noch einmal bei einem Faktencheck geprüft.
Arnd Wiegmann, Reuters
Könnte auch vom Skandal betroffen sein: Die «Weltwoche» veröffentlichte zwischen 2012 und 2016 28 Artikel von Relotius.
Könnte auch vom Skandal betroffen sein: Die «Weltwoche» veröffentlichte zwischen 2012 und 2016 28 Artikel von Relotius.
Peter Klaunzer, Keystone
Wurde nach seinem Geständnis fristlos entlassen: Relotius erklärte seinen Betrug mit dem Druck, den sein Erfolg mit sich brachte. Er hätte Angst vor dem Scheitern gehabt.
Wurde nach seinem Geständnis fristlos entlassen: Relotius erklärte seinen Betrug mit dem Druck, den sein Erfolg mit sich brachte. Er hätte Angst vor dem Scheitern gehabt.
GOLEJEWSKI, Keystone
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«Spiegel»-Reporter Claas Relotius hat offenbar nicht nur seine Geschichten gefälscht und erfunden. Mittlerweile steht er unter Verdacht, Spendengelder missbraucht zu haben. Die Spur zu diesem mutmasslichen Betrug legte Relotius selbst – in einem Mitte Dezember im Schweizer Stämpfli-Verlag erschienen Sammelband «Wellen schlagen».

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