Ist der Selbstmord ein Mord?

Martin Ebel über den schwierigen sprachlichen Umgang mit dem Ende, das man selbst seinem Leben setzt.

«Selbstmord» suggeriert ein Verbrechen. Bei «Freitod» ergreift man Partei. Mit der Formulierung «Er hat sich das Leben genommen» weicht man dem aus.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Unser wöchentliches Videoformat «Die kleine Sprachsprechstunde» mit TA-Literaturredaktor Martin Ebel betrachtet sich ­im weitesten Sinn als Ratgeberkolumne. Ihr Ziel ist es, das Sprachgefühl zu pflegen und gegen sprachlichen Egalismus anzugehen. Ein Bewusstsein zu wecken für so vieles, was man tagtäglich an sprachlichem Unsinn, Geschwurbel, aber auch an subtiler Beeinflussung zugemutet bekommt – oder selbst hervorbringt.

Erstellt: 27.10.2018, 10:20 Uhr

Artikel zum Thema

Woran erkennt man Populisten?

Video Martin Ebel über Politiker, die vorgeben, die Interessen des Volkes zu vertreten und für alle Probleme einfache Lösungen zu haben. Mehr...

«Sesselkleber» mag ich nicht

Video Martin Ebel über ein politisches Schmähwort, das sprachlich falsch und als Argument unbrauchbar ist. Mehr...

Arbeiten Sie effizient oder bloss effektiv?

Video Martin Ebel über zwei Wörter, die sich bis zur Verwechselbarkeit ähneln. Und was der Mathematiker Gauss damit zu tun hat. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Können Sie die Tür zumachen?

Video Ist das wirklich eine Frage? Martin Ebel über Befehle, die nicht so klingen. Mehr...

Ein Mord ist keine Hinrichtung

Video Man soll sich die Sprache des Terrorismus nicht aneignen, meint Martin Ebel. Mehr...

Hinterfragen Sie nicht!

Video Martin Ebel über ein Jargonwort aus der Zeit der 68er, das nicht totzukriegen ist. Mehr...