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Jeder Schweizer sollte für sich selbst sorgen können

Denkstoff für die Sommerpause: In unserer neuen Serie diskutieren Philosophen über den Begriff der Menschenwürde. Diskutieren Sie mit!

Christian Neuhäuser
Gefährdete Selbstachtung: Ein Mann deckt sich im Caritas-Markt in Zürich mit Lebensmitteln ein. (11. Oktober 2010)
Gefährdete Selbstachtung: Ein Mann deckt sich im Caritas-Markt in Zürich mit Lebensmitteln ein. (11. Oktober 2010)
Keystone

Zum demütigenden Charakter relativer ArmutChristian Neuhäuser

In der Schweiz und anderen europäischen Ländern wie beispielsweise Deutschland leben zahlreiche Menschen in relativer Armut. Das bedeutet, sie haben weniger als 50 oder 40 Prozent des durchschnittlichen Äquivalenzeinkommens. Beim Äquivalenzeinkommen werden die obligatorischen Transferabgaben vom Bruttoeinkommen abgezogen und es wird an die Haushaltsgrösse angepasst. In der Schweiz betrug der Median des Äquivalenzeinkommens pro Haushalt im Jahre 2012 etwa 50'000 Franken. Beim Median hat die Hälfte der Haushalte weniger als diesen Mittelwert und die andere Hälfte der Haushalte hat ein grösseres jährliches Einkommen, allerdings bleibt unbestimmt, wie viel mehr. Relativ arm sind dann Haushalte, die netto weniger als 20'000 oder weniger als 25'000 Franken im Jahr zur Verfügung haben. Davon sind in der Schweiz fast 10 Prozent der Haushalte und insbesondere die Haushalte alleinerziehender Eltern betroffen.

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