Jetzt reissen Tinderellas auf

Tinder-Mitbegründerin Whitney Wolf lanciert eine neue Dating-App, diesmal eine feministische. Auf Bumble müssen Frauen den ersten Schritt machen.

Sie bestimmen wie und wann: Auf Bumble eröffnen Frauen das Gespräch. (Bild: Flickr/Franklin Heijnen)

Sie bestimmen wie und wann: Auf Bumble eröffnen Frauen das Gespräch. (Bild: Flickr/Franklin Heijnen)

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Nicht nur die Liebe, auch die Welt der Online-Dating-Apps ist ein Spiel mit unüberschaubaren Regeln. Tinder-Mitbegründerin Whitney Wolf eröffnet mit Bumble ein neues Spielfeld, das User dazu bringt, sich an eine Regel zu halten. Damit will sie das gesamte Spiel revolutionieren.

Bumble ist eine Dating-App, die Frauen ermutigt, ja sogar zwingt, den ersten Spielzug zu machen. Die App ist ähnlich aufgebaut wie Tinder, man durchstöbert eine Sammlung potenzieller Partner, streicht über das Display, nach links für ein Nein, nach rechts für ein Ja. Ein Gespräch initiieren können nach dem Match aber nur die Frauen. Damit sollen unerwünschte, aufdringliche Angebote von Männern reduziert und das ganze Spiel in die richtige Richtung gelenkt werden.

Kleine Einschränkung, grosse Wirkung

«Traditionell wird von Männern erwartet, dass sie den ersten Schritt machen. Damit riskieren sie aber gleichzeitig, abgewiesen zu werden. Auf eine Abfuhr reagieren Männer nicht selten verletzt oder aggressiv», meint Wolf im Interview mit Vanityfair.com. Mit ihrer kleinen Einschränkung nimmt sie den Männern nicht nur den Druck, sondern mindert auch die Wahrscheinlichkeit auf Ablehnung. Um diese Initialphase geht es Wolf: «Da sich die Frau auf Bumble gezwungen sieht, den ersten Schritt zu machen, passiert es nicht, dass der Mann gleich am Anfang abgewiesen wird. Er wird nicht aggressiv, im Gegenteil: Er fühlt sich geschmeichelt. Diese kleine Verschiebung macht den grossen Unterschied.»

Damit der Start gelingt: Auf Bumble soll Mann nicht gleich eine Abfuhr kassieren. (GIF: Comedy Central)

Diese Ausgangslage setze den Grundstein für das Gespräch, die Beziehung, die Freundschaft oder was auch immer aus der Konversation entstehen soll, so Wolf. Beide Personen gehen so selbstbewusst an die Sache ran. Was Wolf ebenfalls bei diesem geglückten Anfang beobachtet: «Die Männer gehen viel respektvoller mit den Frauen um.»

Ausgeglichenes Geschlechterverhältnis

Wolf, die Bumble als «feministische Dating-App» bezeichnet, sieht darin einen Schritt in Richtung Gleichberechtigung: «Zum ersten Mal im digitalen Raum wird das weibliche Geschlecht ermutigt, auf einem ausgeglichenen Feld zu spielen».

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Time.com berichtet, dass die App bereits nach knapp neun Monaten fast eine Million User hat. Rund eine Stunde täglich verbringen diese laut Unternehmen auf Bumble. Noch überraschender scheint das Geschlechterverhältnis: Es ist ausgeglichen. In Zukunft möchte die App weitere Funktionen einführen, die Nutzer für ihr gutes Verhalten belohnen soll. «In Bumble gehts nicht ums flüchtige Durchblättern, es geht darum, Kontakte zu knüpfen. Das Verhalten auf der App zu evaluieren, soll dieses Ziel erleichtern. Dabei wollen wir gute User belohnen», meint Wolf im Interview mit Time.com.

Singles im VIP-Bereich

Die User können beispielsweise zum VIBee werden (ein Wortspiel aus VIP und der Biene im Logo). Jemand, der negativ auffällt, mit einem Fake-Profil oder als aufdringlicher User beispielsweise, kann den Status des VIBee nicht erreichen, solange die Bumble-Administratoren die Beschwerde nicht untersucht und geklärt haben. VIBees können, wenn sie wollen, nur nach anderen Usern mit diesem Status suchen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.08.2015, 10:04 Uhr

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