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Kaum ein Mensch hat so vielen Tod­geweihten ins Gesicht blicken müssen: Wilhelm Brasse war Lagerfotograf in Auschwitz.

Wilhelm Brasse
Wilhelm Brasse
Wilhelm Brasse
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Die Lehre als Fotograf hatte er noch vor dem Krieg gemacht, im Porträtstudio seiner Tante im polnischen Kattowitz, und das war der Beruf, der ihm das Leben retten sollte: Wilhelm Brasse, ­geboren am 3. Dezember 1917, ­gestorben am 23. Oktober 2012, Sohn eines Österreichers und einer Polin, wurde 1940 von den Deutschen bei seiner Flucht aus Polen an der Grenze zu Ungarn erwischt und ins Konzentrationslager Auschwitz verschleppt. Brasse war kein Jude, aber auch für Insassen wie ihn betrug die Lebenserwartung hier nur drei Monate.

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