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«Manche empfinden schon eine Brustwarze als pornografisch»

Milo Moiré lief nackt durch Basel – und will so Konventionen brechen. Sie selber – schlank und grossbusig – entspricht einem weitverbreiteten Schönheitsideal. Ein Widerspruch? Sie erklärt ihre Performance.

Eingelassen wurde sie nicht: Die Künstlerin Milo Moiré vor der Art Basel.
Eingelassen wurde sie nicht: Die Künstlerin Milo Moiré vor der Art Basel.
Joel Gernet
Zuvor fuhr Moiré mit dem Tram durch Basel.
Zuvor fuhr Moiré mit dem Tram durch Basel.
Joel Gernet
Vorlage: Milo Moiré zeigt Michel Ammann, wie sies haben will.
Vorlage: Milo Moiré zeigt Michel Ammann, wie sies haben will.
Joel Gernet
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Sie nennen Marina Abramović als Ihr Vorbild. Körperlichkeit, Sexualität und Nacktheit waren bei Abramovićs Performances immer grosse Themen – bereits in den Achtzigern. Was macht eine Nackt-Performance wie die Ihrige heute noch interessant?

Heute gibt es diese Ambivalenz: Nacktheit ist omnipräsent, aber gleichzeitig ist unsere Gesellschaft körperlos geworden. In unserem digitalen Zeitalter zählt das körperliche Erleben immer weniger und wurde durch geistige Prozesse abgelöst. Ich möchte den Leuten die Körperlichkeit wieder bewusst machen, sie dazu bringen, körperliche Stärken und Schwächen zu spüren. Der Körper beeinflusst ja auch die Psyche und umgekehrt.

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