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Journalist wegen «ekelhaftem» Facebook-Post entlassen

Ein Facebook-Smiley zu den Pariser Anschlägen – und offenbar auch ein Ausraster gegenüber seinem Chef – kostet «Welt»-Journalist Matthias Matussek den Job.

phz
Bei einer Redaktionskonferenz offenbar ausgerastet: Matthias Matussek.
Bei einer Redaktionskonferenz offenbar ausgerastet: Matthias Matussek.
PD

Die deutsche Zeitung «Die Welt» trennt sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Autoren Matthias Matussek. Eine Sprecherin des Axel-Springer-Konzerns bestätigte einen entsprechenden Schritt, ohne Einzelheiten zu nennen.

Laut einem Bericht des Online-Branchendienstes «Meedia» ging der Trennung ein Vorfall in einer Redaktionskonferenz voraus. Darin soll Matussek den Chefredakteur Jan-Eric Peters und dessen Stellvertreter Ulf Poschardt als «Arschlöcher» beschimpft haben.

Auslöser des Streits ist laut Meedia eine umstrittene Äusserung von Matussek beim sozialen Netzwerk Facebook gewesen, in der er einen Zusammenhang zwischen den Pariser Anschlägen und den Flüchtlingen hergestellt hatte. Peters hatte sich daraufhin öffentlich davon distanziert. Doch die Reaktionen liessen nicht auf sich warten. «Spiegel»-Journalist Mathieu von Rohr twitterte: «Eigentlich ein Drama. Er war einmal ein grosser Reporter und endete als Facebook-Troll». «Bild»-Chef Kai Diekmann befand: «Deine smiley-Reaktion ist einfach nur EKELHAFT!».

Matusseks Anwalt dementiert die Beleidigungen:

Der 61-jährige Matussek, der in letzter Zeit auch immer wieder für die «Weltwoche» schrieb, ist Preisträger des renommierten Kisch-Preis und gilt als Rechtskatholik. Er arbeitete 25 Jahre lang beim «Spiegel», unter anderem als Rio-, New York- und London-Korrespondent oder Kulturchef. Als Letzterer wurde er 2007 abgesetzt. Man warf ihm damals Wutausbrüche gegen Redaktionskollegen vor.

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