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Mehr Chanel als Coco

Eine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt die Mode Coco Chanels und die Genese des Mythos Chanel. Die Mode ist stilprägend bis heute, die Frau dahinter verborgen.

Im Atelier: Coco Chanel 1962. Sieben Jahre später konstatierte sie in einem Interview, Frankreich sei auf dem Weg in die «grosse Stillosigkeit».
Im Atelier: Coco Chanel 1962. Sieben Jahre später konstatierte sie in einem Interview, Frankreich sei auf dem Weg in die «grosse Stillosigkeit».
Douglas Kirkland/Corbis Images
Entrückte Pose: Coco Chanel auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1937.
Entrückte Pose: Coco Chanel auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1937.
Horst P. Horst
Fast 40 Jahre lang lebte sie im Hotel: Coco Chanel auf dem Balkon des Pariser Ritz-Hotels.
Fast 40 Jahre lang lebte sie im Hotel: Coco Chanel auf dem Balkon des Pariser Ritz-Hotels.
Roger Schall/ © Roger Schall-Collection
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Ein überdimensioniertes Porträt steht am Anfang: In eleganter Pose sitzt Coco Chanel auf einem Hocker, die Hände in den Taschen des schlichten Kleides, Ketten, Armreifen in rauen Mengen, eine Zigarette im Mund. Das schwarze Kleid, der Schmuck, bei dem sich Echtes mit Unechtem mischt, auch das berühmte, oft kopierte Chanel-Kostüm und die eleganten Abendkleider – sie alle werden in der Hamburger Schau umfassend gewürdigt. Die junge Frau mit kurzen Haaren und dunklen Augen hingegen bleibt eine Leerstelle: ausser einer tabellarischen Biografie verweist nichts in der Ausstellung auf ihr wechselhaftes Leben hinter dem selbst und fremd erschaffenen Mythos Chanel.

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