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Mehr gibts für Winterthurs Museen nur, wenn sie spuren

In den Grundzügen steht das Museumskonzept, mit dem Stadtpräsident Ernst Wohlwend (SP) die Winterthurer Museen näher zusammenbringen will.

Die Sammlungen Briner und Kern zügeln aus dem Rathaus ins Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten. Die Villa Flora wird ausgebaut, und das Kunstmuseum konzentriert sich auf zeitgenössische Kunst. Das organisatorische Dach über den bisher eigenständigen Museen bildet der Kunstverein. Ausgearbeitet hat das Projekt der ehemalige Direktor des Bundesamtes für Kultur, David Streiff.

Die Pläne werden allerdings durchkreuzt von dem jüngst gegründeten Verein «Freunde des Stadtgartens», der sich dafür einsetzt, dass Reinharts Sammlung nicht angerührt wird. Die Bilder sollen so gezeigt werden, wie es der Stifter verfügte. Gegen die beantragte Änderung der Stiftungsurkunde haben sie Beschwerde eingereicht.

Das ärgert Wohlwend, der auch Stiftungsratspräsident ist. Er werde den «so genannten Freunden» zu erklären versuchen, dass es sehr im Sinne des Stifters sei, wenn das Museum attraktiver werde, sagte er am Montag vor den Medien. Klar sei, dass das Museum nur mehr Geld erhalte, wenn es flexibler gestaltet wird. Ihm fehlt es an Finanzen für Werbung und Personal. «Wir wollen aber nicht nur die Verpackung verbessern, sondern auch den Inhalt.» Doch dieser ist den Freunden heilig.

Ungeachtet dieser Streitigkeiten werden die Gespräche zwischen Villa Flora und Kunstmuseum weitergeführt. Der Natur- und Heimatschutzfonds soll die denkmalgeschützte Flora kaufen, danach wird sie mit Geldern des Lotteriefonds ausgebaut.

Rund 1,1 bis 1,3 Millionen Franken mehr pro Jahr benötigen die drei Museen. Die Hälfte davon würde der Kanton übernehmen. Der Stadtrat wird das Museumkonzept und dessen Finanzierung dem Stadtparlament vorlegen. Je nach Ausgestaltung der Vorlage werde es eine obligatorische Volksabstimmung geben, sagte Wohlwend. 1939 haben die Winterthurer an der Urne den Umbau des alten Gymnasiums zum Museum genehmigt.

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