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Pelz ist für Neandertaler

Der Jahresumsatz der Pelz-Branche beträgt weltweit rund 15 Milliarden Franken – trotz Protesten von Prominenten und Intellektuellen. Weshalb boomt Pelztragen wieder?

Einer unter vielen: Giambattista Valli zeigte im März für Moncler Gamme Rouge so viel Fell, dass man meinen könnte, die Eiszeit sei zurück.
Einer unter vielen: Giambattista Valli zeigte im März für Moncler Gamme Rouge so viel Fell, dass man meinen könnte, die Eiszeit sei zurück.
Reuters
Weshalb ein totes Tier um den Hals glamourös sein soll, ist nicht ersichtlich.
Weshalb ein totes Tier um den Hals glamourös sein soll, ist nicht ersichtlich.
Keystone
Der Pelz kam sozusagen durch die Hintertür: Verbrämungen und Verzierungen sind akzeptiert – und die Konsumentin fragt sowieso nicht nach der Herkunft.
Der Pelz kam sozusagen durch die Hintertür: Verbrämungen und Verzierungen sind akzeptiert – und die Konsumentin fragt sowieso nicht nach der Herkunft.
Keystone
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69 Prozent aller Prêt-à-porter-Designer verwendeten für ihre aktuellen Kollektionen Pelz. Das hat die International Fur Trade Federation ausgerechnet und entsprechend stolz verkündet. Natürlich findet die das gut, die ist ja Partei. Die verdient daran. Und zwar eine Menge. 2011/2012 belief sich der weltweite Umsatz der Industrie auf 15,6 Milliarden Dollar – das entspricht einer Zunahme von mehr als einer halben Milliarde im Vergleich zum Jahr davor. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der boomende asiatische Markt; mittlerweile werden 35 Prozent des Fellangebots dort verkauft, dann folgen Europa (28 Prozent), Eurasien (Russland, Türkei, Ukraine, Kasachstan) mit 27,7 Prozent und schliesslich Amerika (Nord und Süd) mit etwas mehr als 7 Prozent.

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