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Rechte Geier und linke Ratten

Weil Hitler und Stalin sie gebrauchten, war sie lange verpönt. Im Zuge der Finanzkrise ist die animalische Rhetorik nun wieder salonfähig geworden.

Sie sind zurückgekehrt:«Die Geier, welche sich über den Leib jener Gesellschaften hermachen, von denen aus sie in alle Welt geschickt wurden.»
Sie sind zurückgekehrt:«Die Geier, welche sich über den Leib jener Gesellschaften hermachen, von denen aus sie in alle Welt geschickt wurden.»
Keystone

Die Angriffe von Spekulanten auf den Euro glichen dem «Verhalten von Wolfsrudeln». Das hat Schwedens Finanzminister gerade gesagt (TA von vorgestern). Schon wieder ein Tiervergleich – die Finanzkrise bewirkt ein Comeback der politischen Zoologie.

Belege dafür gibt es aus den letzten Monaten und Jahren viele: ArboniaForster-Chef Edgar Oehler nennt fremde Finanzinvestoren «Heuschrecken». Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann beruhigt, niemand wolle einen «Raubtierkapitalismus». Und in der linken deutschen Zeitung «Junge Welt» steht zu lesen: «Die Geier des Kapitals sind zurückgekehrt und machen sich über den Leib jener Gesellschaften her, von denen aus sie in alle Welt geschickt wurden.»

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