Zum Hauptinhalt springen

«Rückwärtsgewandt und methodisch fragwürdig»

Andreas Meili, Medienrechtsanwalt und Berater für elektronische Medien, kritisiert Kurt Imhofs Jahrbuch 2010 «Qualität der Medien» – ein Kommentar.

Das vom Zürcher Soziologieprofessor Kurt Imhof am vergangenen Freitag der Öffentlichkeit vorgestellte Jahrbuch zur Qualität der Medien ist brisant. Nachdem erst vor wenigen Wochen das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) mit einem ernüchternden – von den Medien meist widerspruchslos geschluckten – Befund zur Qualität der regionalen Radio- und TV-Sender an die Öffentlichkeit getreten ist, geraten nun auch die Print- und Onlinemedien in das Kreuzfeuer der Kritik.

Geortet wird eine eigentliche «Qualitätserosion in der grossen Tradition der schweizerischen Publizistik». Schuld sollen jene Verlage sein, die Gratismedien betreiben, da diese die Qualität der Informationsmedien «unterminieren» und «den wichtigsten Service Public in der Demokratie schwächen». Damit nicht genug. Diese Medien würden «den Konzentrationsprozess befördern, das Berufsprestige des Journalisten schwächen und die Unzufriedenheit unter den Journalisten erhöhen».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.