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Scheiss drauf!

Lebensmottos klingen toll. Zu gebrauchen sind sie leider nicht. Ausser jenes von Bud Spencer.

Kürzlich veröffentlichte Bud Spencer seine Autobiografie. Das Buch, das zwischenzeitlich die «Spiegel»-Bestsellerliste angeführt hat, ist prall gefüllt mit Anekdoten aus dem Leben des 81-jährigen Schauspielers. Spencer verrät uns auch sein Lebensmotto: «Scheiss drauf!» Ein denkwürdiges Motto. Was meint er damit? Auf was genau will er scheissen? Immerhin hat er ein erfolgreiches Leben hinter sich. Was einem aber wirklich zu denken gibt: Wenn sogar Bud Spencer ein Lebensmotto hat, brauchen wir dann auch eins?

Traditionell kennen wir Lebensmottos von Dichtern oder Philosophen – respektive vom Zuckerbeutel, auf dem ihre weisen Worte zu lesen sind. Dort wird man angehalten, nicht die Orientierung zu verlieren, redlich zu handeln und nicht einem Dogma aufzusitzen, nur weil es politisch korrekt ist. Etwa mit Brecht: «Jene lob ich, die sich ändern und dadurch sie selber bleiben.» Oder etwas allgemeiner mit Goethe: «Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!»

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