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«So ziemlich das Unterirdischste, was man am Kiosk bekommt»

Letzte Woche wurde in Deutschland ein auffällig billiges Klatschheft lanciert. Für nur 50 Cent bringt «Chatter» wöchentlich viel Geschnatter. Ist es wirklich so schlecht, wie deutsche Medien schreiben?

Jonas Schocher

«Chatter» fällt auf, weil es billig ist. Gerade mal 50 Cent kostet das 44 Seiten dünne Heftchen am Kiosk (in der Schweiz 1.20 Franken), Zielgruppe sind Frauen zwischen 18 und 50. Konkurrenzieren soll das Produkt der Burda-Verlagsgruppe andere Gossip-Titel wie «InTouch» oder «Life&Style», die dreimal mehr kosten. Das Heft ist nicht nur billig, es wirkt auch so: fette Titel und grosse, teils unscharfe Bilder, gedruckt auf Zeitungspapier, Exklusivgeschichten gibt es keine. Nicht schön, dafür praktisch ist das Cover, es dient zugleich als Inhaltsverzeichnis. In der Mitte eingeheftet, findet sich ein Magazin als Beilage. Unter dem seltsamen Titel «Star Style Weekly», werden die Bikinis und Nagellacke der Stars vorgestellt, die Grenzen zwischen Werbung und redaktionellem Text sind fliessend.

Lügengeschichten

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