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Versunken in den Tiefen des Alltags

So nahe beim unspektakulären Dasein unspektakulärer Leute: Das Kornhausforum Bern zeigt den Reporter Albert Winkler.

Magazin des Schweizerischen Roten Kreuzes (um 1960).
Magazin des Schweizerischen Roten Kreuzes (um 1960).
zvg
Wasserleitungsbau im Turtmanntal (1957).
Wasserleitungsbau im Turtmanntal (1957).
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Dänemark (um 1960).
Dänemark (um 1960).
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Die, die ihn noch kannten, berichten von seinem merkwürdigen Zeitgefühl. Aber eigentlich war es gar kein Zeitgefühl, sondern das Gegenteil davon. Albert Winkler, geboren 1923, gestorben 1978, hatte offenbar die Gabe, vielleicht auch die Gnade, die Zeit vergessen zu können und mit ihr die Realität um ihn herum. Plötzlich war er weg und kehrte erst nach Stunden zurück. Oder nach Tagen. Entführt hatte ihn ein Stück Welt, das ihn packte, irgendeine Fährte, irgendein Einfall. Zum Beispiel jener, der Blick auf die ligurische Küste wäre jetzt gerade interessanter als die Routine in seinem Atelier an der Gerechtigkeitsgasse, später an der Dufourstrasse, wo er PR-Arbeit machte und zum Beispiel Porzellan ins rechte Licht rückte. Oder Kugellager. Oder das neue Kursbuch.

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