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Weltbürger Nummer eins

Vor 65 Jahren erfand der Schauspieler Garry Davis den World Passport. Auch der Dalai Lama, Obama und Julian Assange besitzen einen. Heute trägt die hübsche Idee wieder einen ernsthaften politischen Zug.

Hat inzwischen zwei Millionen «Weltbürgerpässe» in Umlauf gebracht: Garry Davis steht 1949 in Paris wegen eines Verstosses gegen das Ausländerrecht vor Gericht.
Hat inzwischen zwei Millionen «Weltbürgerpässe» in Umlauf gebracht: Garry Davis steht 1949 in Paris wegen eines Verstosses gegen das Ausländerrecht vor Gericht.
AFP

Viele halten ihn erst mal für einen Freak, den jungen Mann mit der grossen Nase, den blonden Locken und der streng gebundenen Krawatte, der sich in Paris auf das Gelände der Vereinten Nationen geschummelt hat und sich dort als «Weltbürger Nummer eins» vorstellt. Er sagt, dass er den transnationalen UNO-Boden vorerst nicht mehr verlassen wolle. In klaren, wohlartikulierten Sätzen bittet er um Asyl, denn er sei praktisch staatenlos – ein Weltbürger eben, und von allen Weltbürgern zufällig der Erste, ganz offizielle. Also bitte: Nicht wegschicken, danke schön!

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