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Eine Falle machen

Eine typische Wendung in der Schweiz. Klar, was sie bedeutet. Aber wo kommt sie her? Martin Ebel ist ratlos.

Für den Fall der Fälle erklärt Martin Ebel den Unterschied zwischen der deutschen und der schweizerdeutschen Falle. (Video: Anthony Ackermann, Sacha Schwarz)

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Herzlich willkommen zum guten Deutsch in aller Kürze. Die Schweizer Mundart liebt den Fall und die Falle. Die unvergleichliche und unübersetzbare Formulierung «imfall» wird uns ein anderes Mal beschäftigen, heute geht es mir um die Falle. Erst mal klar, was das ist: eine Vorrichtung, mit der man Tiere fangen oder töten kann. Die Mausefalle ist so ein Fall.

Falle nennt man auch eine liegende Tür, eine Klappe, die man anheben kann. Oder die sich unversehens nach unten öffnet: Dann ist es eine Falltür. Und bei der «welschen Falle» saust ein scharfes Messer hinunter und trennt den Kopf vom Rumpf: ein alter Ausdruck für die Guillotine, inzwischen so selten wie das todbringende Gerät selbst.

Das hat alles etwas mit dem Verb fallen zu tun. Aber wie kommt es zu der Bezeichnung «Falle» für das Bett? Vielleicht, weil man sich gern hineinfallen lässt? «Ab in die Falle!», das sagt jedenfalls der Schweizer wie der Deutsche. Nur in der Schweiz öffnet man mit der Falle auch die Tür: Das ist in Deutschland eine Klinke. Und die Falle wiederum ist in Deutschland der Schnapper des Schlosses, der beim Schliessen einrastet. Hier wäre jetzt eigentlich eine kleine Skizze fällig.

Merkwürdige Wege geht die Sprache. Vollkommen rätselhaft ist mir aber der Ausdruck: eine Falle machen. Den gibt es in der positiven Variante – eine gute Falle machen, gut dastehen – und auch im Gegenteil. Mir ist schleierhaft, wie es zu dieser Bedeutung gekommen ist. Wissen Sie es? Dann bin ich für eine Erklärung dankbar. Ansonsten denken Sie daran: Sprache ist unser Schatz, hüten und pflegen wir sie!

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