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Eine Krise in einem Bild

Ein Bild aus Venezuela ist zum Welt-Pressefoto 2018 gekürt worden. Welche Bilder die Jury sonst noch überzeugt haben.

Das Siegerfoto 2018: Der Fotograf Ronaldo Schemidt schiesst dieses Bild von einem Demonstranten während der Strassenschlachten in Venezuelas Hauptstadt Caracas, nachdem der Tank eines Motorrades explodierte. Der junge Mann hat mit Verbrennungen überlebt. (3. Mai 2017)
Das Siegerfoto 2018: Der Fotograf Ronaldo Schemidt schiesst dieses Bild von einem Demonstranten während der Strassenschlachten in Venezuelas Hauptstadt Caracas, nachdem der Tank eines Motorrades explodierte. Der junge Mann hat mit Verbrennungen überlebt. (3. Mai 2017)
Ronaldo Schemidt, AFP
Der Gewinner vor seinem Bild: Ronaldo Schmidt. (12. April 2018)
Der Gewinner vor seinem Bild: Ronaldo Schmidt. (12. April 2018)
Patrick van Katwijk, AFP
Erlaubt ist alles, ausser Mord: So die Regeln des Football-Spiels der Up'ards gegen die Down'ards in Ashbourne, Grossbritannien. Den Preis in der Kategorie «Sport» holt sich der AFP-Fotograf Oliver Scarff. (28. Februar 2017)I
Erlaubt ist alles, ausser Mord: So die Regeln des Football-Spiels der Up'ards gegen die Down'ards in Ashbourne, Grossbritannien. Den Preis in der Kategorie «Sport» holt sich der AFP-Fotograf Oliver Scarff. (28. Februar 2017)I
Oliver Scarff, Keystone
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Das Bild eines in Brand geratenen maskierten Demonstranten in Venezuela des AFP-Fotografen Ronaldo Schemidt ist zum Welt-Pressefoto des Jahres gekürt worden. Schemidt hatte das Foto vergangenes Jahr während der Proteste in Caracas aufgenommen.

Das World Press Photo zeigt einen rennenden Demonstranten mit einer Gasmaske, der vom Kopf bis zum Saum seines T-Shirts grell leuchtende Flammen hinter sich herzieht.

Der Demonstrant, ein 28-Jähriger namens Victor Salazar, war am 3. Mai 2017 in Flammen aufgegangen, als er mit anderen Demonstranten versucht hatte, ein Polizei-Motorrad zu zerstören und dessen Tank explodierte. «Ich fühlte die Explosion hinter mir und ich spürte die Hitze und in diesem Moment habe ich mich umgedreht und schon fotografiert, ohne zu sehen, was vor sich ging», sagte Schemidt. Salazar überlebte den Vorfall mit Verbrennungen ersten und zweiten Grades.

«Unmittelbare Energie und Dynamik»

Die Jury-Vorsitzende Magdalena Herrera lobte während der Preisverleihung in Amsterdam, Schemidts Foto habe «eine unmittelbare Energie und Dynamik» und sei «sehr gut aufgebaut». Der 46-jährige Schemidt ist selbst Venezolaner, verliess das Land aber bereits vor 18 Jahren und lebt in Mexiko. Er wisse aber genau, «was Venezuela derzeit durchmacht», erklärte Schemidt.

In dem sozialistisch regierten Land herrscht eine schwere Wirtschaftskrise. Kritiker machen Staatschef Nicolás Maduro dafür verantwortlich, dem sie überdies die Unterdrückung der Opposition vorwerfen.

(SDA)

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