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«Es handelt sich nicht um Rassisten»

Stanford-Professor Hans Ulrich Gumbrecht nennt die Wahl Trumps eine Herausforderung. Man müsse nun herausfinden, was dem «White Trash» wichtig ist.

Mit Hans Ulrich Gumbrecht sprach Guido Kalberer
«Auch wenn an der Wahl nichts Gutes ist, kann daraus Produktives entstehen», meint Hans Ulrich Gumbrecht. Foto: Raffael Waldner (13 Photo)
«Auch wenn an der Wahl nichts Gutes ist, kann daraus Produktives entstehen», meint Hans Ulrich Gumbrecht. Foto: Raffael Waldner (13 Photo)

Wie reagierten die Studierenden an der Stanford University, an der Sie lehren, auf die Wahl Trumps?

Die meisten Studentinnen und Studenten auf dem Campus von Stanford waren nach der Wahl Donald Trumps beleidigt: Wie kann man uns das nur antun, womit haben wir das denn verdient? Eine Folge war, dass die Zwangsjacke der Political Correctness noch enger zugeschnürt wurde. Es fanden dauernd Meetings auf dem Universitätsgelände statt, bei denen man sich wechselseitig versicherte, dass man sich vor rassistischen Übergriffen beschützen würde – ganz so, als sei der Campus, auf dem niemand zugibt, republikanisch zu wählen, auf einen Schlag vom Ku-Klux-Klan besetzt worden. Es war wie auf einer Festung, deren Tore abgeriegelt wurden.

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