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Es ist nicht leicht, ein Ungar zu sein

Die Regierung gängelt die Medien und durchsetzt den Kulturbetrieb mit eigenen Parteigängern. Kornel Mundruczo, einer der bedeutendsten Theaterregisseure Ungarns, bleibt dennoch im Land.

Kornel Mundruczos Regiearbeit beschränkt sich nicht aufs Theater: Gerade dreht er seinen fünften Kinofilm.
Kornel Mundruczos Regiearbeit beschränkt sich nicht aufs Theater: Gerade dreht er seinen fünften Kinofilm.
Lukas Göbel

Rechtsunsicherheit, Antisemitismus, Homophobie: Blickt man vom Westen auf Ungarn, gewinnt man den Eindruck, die EU müsste bald Sanktionen gegen dieses Land erlassen, das seit der Wahl Viktor Orbans nicht mehr zur Ruhe kommt. Doch bis anhin bleibt es seitens der EU bei deren Androhung – falls die Orban-Regierung ihre neue Verfassung nicht in den umstrittenen Punkten abändert. Es ist Zeit für einen Besuch bei Kornel Mundruczo, einem der bedeutendsten Regisseure Ungarns, der in seinen Theaterinszenierungen wiederholt Situationen erschafft, die einen als Zuschauer in die Pflicht nehmen. Oft mit harten Gewaltdarstellungen und viel nackter Haut. Zum Beispiel in «Hard to Be a God», das letzte Woche in Zürich gezeigt wurde, oder in «Schande», mit dem er im Sommer am Zürcher Theater Spektakel gastiert.

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