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«Essen Sie, was Sie wollen»

«Die Ernährungswissenschaft kann keine Beweise liefern», sagt Uwe Knop. Foto: Alex Kraus (Laif)

Ich habe heute Morgen ausser einem Kaffee nichts gefrühstückt. Und Sie?

Ist das Frühstück nicht die wichtigste Mahlzeit am Tag?

Faktenbasiert? Was sind das für Fakten?

Wieso sind Sie dann Ernährungswissenschafter geworden?

Ihre Botschaft «Iss, was du willst» verkauft sich natürlich auch besser als der mahnende Zeigefinger zum gesunden Essen.

Ist die Masse der Ernährungsratgeber Ausdruck von Ratlosigkeit?

Wieso gibt es in der Ernährungswissenschaft keine klinischen Studien wie in der Medizin?

Was kann die Ernährungswissenschaft denn leisten?

Nur weil es nicht bewiesen ist, muss es nicht falsch sein. Will heissen: Im Zweifelsfall lieber ein bisschen mehr Gemüse als Chips.

«Was ist denn zu viel? Das weiss kein Mensch.»

Ich habe immer Lust auf Pizza und Bier. Gebe ich mich dem hin, habe ich in einem Jahr 20 Kilo Übergewicht.

Gibt es denn gar keine Ernährungstipps mit Anspruch auf Allgemeinverbindlichkeit? Dass Fertigprodukte ungesund sind etwa?

Was ist mit Wasser – das ist doch eindeutig gesund?

Eigentlich propagieren Sie ja nichts anderes als eine ausgewogene Ernährung.

Wieso stürzen sich die Leute immer wieder auf solche neue Ernährungstrends?

Es gibt immer weniger dicke Leute und vor allem weniger dicke Kinder – so falsch können die modernen Ernährungstipps nicht sein.

Wie stehen Sie zur Zucker-Debatte: Ist die kindliche Vorliebe für Zucker angeboren oder antrainiert?

Es geht allerdings nicht um den Zucker per se, sondern um die Menge und den versteckten Zucker in Produkten.

Sie sagen auch, dass Diäten nichts bringen.

Ich habe mit Low Carb dauerhaft abgenommen.

Also lieber dick bleiben?

Es scheint fast unmöglich, seine Essgewohnheiten zu ändern – nicht nur bei Diäten. Weshalb?