Douglas ist der bessere Schwule

Für seine Darbietung als Homosexueller wird Michael Douglas mit einem Emmy geehrt. Co-Star Matt Damon geht leer aus, erhält jedoch aufmunternde Worte vom Gewinner.

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Michael Douglas hat für seine Rolle als Starpianist und Entertainer Liberace den US-Fernsehpreis Emmy als bester Schauspieler gewonnen. Er schlug dabei in dem Biopic «Behind the Candelabra» seinen Filmpartner Matt Damon und tröstete ihn mit den Worten: «Das ist ein Zwei-Personen-Stück, Matt, und du bist nur so gut wie dein Partner.»

Bei der Gala-Show in Los Angeles trug Elton John ein melancholisches Lied zu Ehren von Liberace vor, der seine Homosexualität geheim gehalten hatte. «Liberace hat uns vor 25 Jahren verlassen, und was für einen Unterschied machen diese Jahre für Leute wie mich», sagte John, der sich offen zu seiner Homosexualität bekannt hat.

Danes beste weibliche Schauspielerin

Für seine Rolle als Wissenschaftsfreak in der Comedy »Big Bang Theory» gewann Jim Parsons zum dritten Mal seit 2010 den Emmy als bester Comedian. Er sei sehr dankbar für Gelegenheit, Leute zum Lachen zu bringen, sagte Parsons. «Es ist eine fröhliche Art, seinen Lebensunterhalt zu verdienen.» Parsons gewann zuvor 2010 und 2011 in der Top-Comedy-Kategorie.

Als beste Schauspielerin in der Kategorie Drama wurde Claire Danes zum zweiten Mal in Folge für ihre Rolle als CIA-Agentin in «Homeland» ausgezeichnet. Auch Danes kommt damit auf einen Emmy-Hattrick in Top-Kategorien innerhalb von vier Jahren: 2010 wurde sie als beste Schauspielerin in «Temple Grandin» ausgezeichnet.

Preis für Jeff Daniels

Den Preis als bester Schauspieler in der Kategorie Drama erhielt Jeff Daniels für seine Rolle als idealistischer TV-Moderator in der Serie «The Newsroom». Daniels witzelte, dass er erst kürzlich den Schauspielpreis in der Kategorie «50 plus» bekommen habe, der von der Amerikanischen Vereinigung der Pensionäre verliehen wird. «Mit allem gebührenden Respekt für die AARP, aber das hier ist noch besser» sagte er.

Den Preis als beste Komödiantin bekam Julia Louis-Dreyfus für ihre Rolle in «Veep» - auch die zweite Auszeichnung in dieser Kategorie für sie in Folge.

Als beste Drama-Serie wurde «Breaking Bad» ausgezeichnet, bei den Comedy-Serien gewann zum vierten Mal in Folge «Modern Familiy». Laura Linney wured als beste Schauspielerin in einer Miniserie in «The Big C: Hereafter». Als beste Casting-Show erhielt «The Voice» einen Emmy.

(mrs/sda)

Erstellt: 23.09.2013, 06:40 Uhr

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