Franziska Ingold per sofort weg vom Bildschirm

Die Italien-Korrespondentin des Schweizer Fernsehens tritt aus «familiären Gründen» von ihrem Amt zurück. Sie berichtete erst seit Januar 2011 aus Rom für die «Tagesschau».

Gequälter Eindruck: Franziska Ingold in einem SF-Korrespondentenbericht aus Italien.

Gequälter Eindruck: Franziska Ingold in einem SF-Korrespondentenbericht aus Italien. Bild: SRF

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Sie machte jeweils nicht die beste Figur: Wenn Franziska Ingold aus Rom nach Leutschenbach durchgeschaltet wurde, vermittelte sie einen gequälten Eindruck – und die Zuschauer litten mit. In berndeutsch gefärbtem Hochdeutsch gab sie ihre Einschätzungen zu der aktuellen Lage in Italien ab.

Dazu hatte sie in der letzten, turbulenten Zeit fast jeden Abend Gelegenheit. Und trotzdem konnte sie sich nicht profilieren. Nun wirft sie per sofort das Handtuch – aus «familiären Gründen», wie es in einer dürren Mitteilung von SRF heisst. Zurzeit sei man mit Franziska Ingold in intensiven Gesprächen über ihre Rückkehr in die Zentrale nach Zürich.

«Täglich interne Sendekritiken»

Auf Rückfrage, was unter «familiären Gründen» zu verstehen sei, sagt SRF-Mediensprecher Marco Meroni: «Das ist Franziska Ingolds Privatangelegenheit.» Er stellt in Abrede, dass es Reklamationen von Fernsehzuschauern gegeben habe. Und zu interner Kritik, die Ingold zu ihrem Rücktritt bewogen haben könnte, hält er sich bedeckt. «Bei SRF gibt es täglich interne Sendekritiken, in denen alle an der Sendung beteiligten Kollegen vorkommen», sagt Meroni.

Chefredaktor Diego Yanez bedankt sich bei Franziska Ingold für ihren «ausserordentlichen Einsatz» und hofft, sie in einer neuen Position bei SRF begrüssen zu dürfen. Ingold war zuvor schon Redaktorin und Produzentin bei der «Arena» sowie bei «Schweiz aktuell» und von 2007 bis 2009 Inlandinputterin der «Tagesschau». Wer ihren Posten in Rom übernimmt, ist noch nicht bestimmt. Die Stelle wird intern ausgeschrieben.

Erstellt: 18.11.2011, 16:27 Uhr

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