Politiker werden in der neuen «Arena» in den «Prüfstand» gebeten

In der neuen «Arena» kann Moderator Jonas Projer seine Gäste in einem Einzelgespräch in die Mangel nehmen. Was sonst noch neu ist.

Überarbeitetes Konzept: «Arena»-Moderator und -Redaktionsleiter Jonas Projer. Bild: SRF/Gian Vaitl

Überarbeitetes Konzept: «Arena»-Moderator und -Redaktionsleiter Jonas Projer. Bild: SRF/Gian Vaitl

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Polit-Diskussionssendung «Arena» hat am Freitagabend mit einem rundum erneuerten Sendungskonzept aufgewartet. Der grosse runde Tisch wurde abgelöst durch mehrere kleinere Pulte, an denen die vier Gäste nun sitzen und nicht mehr stehen. Zudem stehen dem Moderator neue Instrumente zur Verfügung. Neu in der «Arena» sind der sogenannte «Prüfstand» und der «Einspruch». In den Prüfstand wird ein Gast gebeten, um mit ihm ein vertieftes Einzelgespräch führen zu können, wie das Schweizer Radio und Fernsehen SRF mitteilte.

Während dieses Gesprächs hat Moderator Jonas Projer jeweils die Möglichkeit, zwei Experten zur Klärung von Sachverhalten beizuziehen. Per Knopfdruck können sich die Experten aber auch während der normalen Diskussion einschalten, wenn sie zu einer Äusserung eines Gastes «Einspruch» erheben wollen. Einspieler und Grafiken bieten dem Moderator zudem die Möglichkeit, die Diskussion weiter zu vertiefen, wie SRF schreibt. Auch das Erscheinungsbild in Dekor, Sound und Grafik wurde überarbeitet.

Marignano bis Moskau

Bei allen Neuerungen bleiben die Werte und Ziele der Sendung laut SRF unverändert: Die Diskussionssendung soll «unparteiisch, fair, kritisch und sachlich» sein und eine inhaltliche Auseinandersetzung zwischen Parteien, Politikern und anderen Protagonisten mit politischen Positionen ermöglichen.

Die erste Sendung nach dem Relaunch war dem Thema «Marignano bis Moskau – wer glaubt heute noch an die Neutralität?» gewidmet. Gäste von Jonas Projer waren die Nationalrätin und Fraktionschefin der GLP, Tiana Angelina Moser (ZH), Nationalrat und SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz (BE), Nationalrat Jakob Büchler (CVP/SG) und der ehemalige Genfer SP-Nationalrat Jean Ziegler.


Highlights aus 20 Jahren «Arena»

Die erste «Arena«-Sendung flimmerte am 27. August 1993 über die Schweizer Bildschirme. Moderator war der spätere FDP-Nationalrat und heutige Zürcher Stadtrat Filippo Leutenegger. Nach ihm folgten die «Dompteure» Patrick Rohr, Urs Leuthard, Reto Brennwald, Sonja Hasler und Urs Wiedmer. Im zweiten Halbjahr 2014 wurde schliesslich Jonas Projer neuer Redaktionsleiter und Moderator der «Arena». Den Relaunch für 2015 hatte SRF bereits zuvor angekündigt. Bislang wurden 926 Ausgaben der «Arena» ausgestrahlt. (thu/sda)

Erstellt: 17.04.2015, 22:25 Uhr

Artikel zum Thema

Ich will ins Fernsehen!

Heute startet die «Arena» auf SRF mit neuem Konzept – einmal mehr. In den Jahren war die Sendung mal konfrontativ, mal eher auf Konsens bedacht. Nur die Politiker sind gleich geblieben: Stets etwas beleidigt. Mehr...

«Mit mir in der Arena würde es scherbeln»

Interview Bereits fünf SVP-Kantonalsektionen befürworten Ecopop. Chefstratege Christoph Blocher sagt, warum seine Partei zögert. Und warum das gefährliche Folgen haben könnte. Mehr...

Rigozzi in der «Arena»

Neben gestandenen Verkehrspolitikern wie Evi Allemann oder Ulrich Giezendanner wird auch Ex-Miss Christa Rigozzi über eine zweite Gotthard-Röhre diskutieren. Das sorgt für Kritik. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Ganz schön angeknipst: Ein Mitglied des Bingo Zirkus Theater steht anlässlich des 44. internationalen Zirkusfestivals in Monte Carlo auf der Bühne. (16. Januar 2020)
(Bild: Daniel Cole ) Mehr...