Was bisher geschah

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1. Staffel (2011)

Darum gehts: Alles beginnt mit einem mysteriösen Prolog jenseits der gigantischen Mauer, die den Kontinent Westeros vor Eindringlingen schützen soll. Dann werden die Schlüsselfiguren eingeführt: die Familie Stark aus dem Norden, die noch – nie mehr wird das so sein – vereint auf Schloss Winterfell lebt. Die Lannisters aus der Hauptstadt King’s Landing, die ihre Macht triumphierend ausspielen. Und eine junge Blondine namens Daenerys auf dem Kontinent Essos, die an einen Stammeshäuptling verschachert wird. Aber ein wichtiges Hochzeitsgeschenk erhält: drei Dracheneier.

Höhepunkt: Wer nur eine Folge sehen will, soll sich «Baelor» (9. Folge) anschauen. Mit Ned Stark wird eine zentrale Figur hingerichtet, die von Sean Bean gespielt wird, dem bekanntesten Schauspieler der Serie. Das war unerhört – und machte endgültig auf «Game of Thrones» aufmerksam. Niemand weiss, wen es als Nächsten trifft.

Ja, es stimmt: Der Pilotfilm, den die Showrunner David Benioff und D.B. Weiss 2009 nach den damals nur Insidern bekannten Büchern von George R.R. Martin realisieren liessen, fiel intern komplett durch. Fast alles wurde darauf neu gedreht. Erst im zweiten Anlauf kam hinzu, was der Serie den ersten Emmy einbrachte: die Titelsequenz mit der Landkarte, den Stadtmodellen und den mechanischen Uhrwerken.

2. Staffel (2012)

Darum gehts: Das Profil der Hauptfiguren wird klarer: In King’s Landing herrscht, von Cersei Lannisters Gnaden, deren sadistischer Sohn. In Essos tritt Daenerys ihre Regentschaft an. Und jenseits der Mauer sorgt ein vermeintlicher Bastard für Furore, indem er sich mit einer Wildlingsfrau anfreundet. Von ihr bekommt er einen der bekanntesten Sätze der Serie zu hören: «Du weisst gar nichts, Jon Snow!»

Höhepunkt: «Blackwater» (9. Folge) präsentiert die erste grosse Schlacht. Dabei bewährt sich jemand, dem man das nicht zutraute: Zwerg Tyrion Lannister.

Ja, es stimmt: Unterwäsche gibt es keine auf Westeros. Männlein und Weiblein streifen, sobald es zum Sex kommt (also oft), ihr Kleid ab und sind sofort bereit.

3. Staffel (2013)

Darum gehts: In Essos befreit Daenerys die Sklaven. Und auf Westeros wird die Familie Stark während der «Bluthochzeit» um zentrale Mitglieder dezimiert.

Höhepunkt: Klar, die blutige Hochzeit in «The Rains of Castamere» (9. Folge) ist schockierend. Ebenso typisch und befriedigender ist aber «And Now His Watch Is Ended» (4. Folge), in der sich Sklavenhalter in ihrer Muttersprache über Daenerys lustig machen und denken, sie hätten leichtes Spiel mit der unbedarften Blondine – bis diese zu erkennen gibt, dass sie alles verstanden hat und die Hochnäsigen ans Kreuz nageln lässt.

Ja, es stimmt: Der Linguist David J. Peterson entwickelte mit dem Valyrisch und dem Dothraki zwei Sprachen für die Serie. Das Dothraki-Wort «Khaleesie» bedeutet zum Beispiel «Königin» – und ist inzwischen der Taufname von einigen Mädchen in den USA.

4. Staffel (2014)

Darum gehts: Im Süden wird der Regentschaft des brutalen Kinderkönigs Joffrey mit Gift ein Ende bereitet. Aber im Norden hat sich mit Peter Ramsay Bolton längst ein noch grösserer Sadist breitgemacht. Und hinter der Mauer braut sich mit den Weissen Wanderern was zusammen.

Höhepunkt: «The Mountain and the Viper» (8. Folge) präsentiert sozusagen die Essenz von «Game of Thrones»: Einen brutalen Zweikampf, Gut gegen Böse, der Gute gewinnt vermeintlich, fühlt sich aber dann zu sicher in seinem Triumph. Und schon ist er tot.

Ja, es stimmt: George R.R. Martin höchstpersönlich wollte eigentlich in jeder Staffel das Drehbuch zu einer Folge schreiben. Bis zur 4. hielt der Erfinder dieser Welt das durch, dann zog er sich zurück, um endlich die Romanvorlage zu Ende zu bringen. Das hat er allerdings bis heute immer noch nicht geschafft.

5. Staffel (2015)

Darum gehts: Jetzt kommt auch Cersei unter die Räder: In King’s Landing übernehmen sektiererische Frömmler die Macht. Der Drachenmutter wird das Regieren in Essos schwergemacht. Und die Kriegerin Arya Stark wird zur Killermaschine ausgebildet.

Höhepunkt: Cersei wird in «Mother’s Mercy» (10. Folge) von den Sektierern nackt durch die Strasse getrieben und gedemütigt. Arya Stark aber tötet im Bordell einen Mann, der Minderjährige missbrauchte. Und Jon Snow wird mit mehreren Stichen niedergemacht.

Ja, es stimmt: Ist Jon Snow wirklich tot? Ein Jahr lang rätselte die «Game of Thrones»-Gemeinde, ob das möglich sei. Sogar Präsident Barack Obama wollte es wissen. Und erhielt zur Antwort: «Er ist tot, toter als tot.»

6. Staffel (2016)

Darum gehts: Jon Snow ist tot, wird aber von der roten Priesterin wieder zum Leben erweckt. Cersei entledigt sich der Sektierer mittels einer gigantischen Explosion. Und Daenerys hat endlich ihre Flotte, mit der sie nach Westeros übersetzt.

Höhepunkt: Die «Battle of the Bastards» (9. Folge), die grösste und teuerste Schlachtszene der TV-Geschichte. Sie soll nur noch von etwas übertroffen werden: der finalen Schlacht in der kommenden 8. Staffel.

Ja, es stimmt: Die Fanfaren der Titelmusik sind ebenfalls ein Markenzeichen. Ramin Djawadi hat sie komponiert. Seine schönste Melodie ist aber die aus Staffel sechs, die bei der Zerstörung der grossen Kirche zu hören ist.



7. Staffel (2017)

Darum gehts: Der Winter ist da, die schützende Mauer fällt in sich zusammen. Die Machtträger in Westeros schmieden eine Allianz gegen die Horden aus dem Norden (die aber Cersei gleich wieder zu brechen gedenkt). Und Jon Snow schläft mit Daenerys – ohne zu wissen, dass sie eigentlich seine Tante ist.

Höhepunkt: Die Drachen, die in der ganzen Staffel tricktechnisch perfekt fliegen. Und die Verwandlung des einen in «Beyond the Wall» (7.6) in ein blauäugiges Monster.

Ja, es stimmt: Nach den sechs Folgen der 8. Staffel wird alles zu Ende sein. Aber natürlich geht es weiter, der Sender HBO will seinen Erfolg nicht einfach sterben lassen. Es sind mehrere Serien in Arbeit, die zeitlich alle vor der aktuellen Serie spielen. Die erste könnte schon 2020 bereit sein.

(Redaktion Tamedia)

Erstellt: 31.03.2019, 07:16 Uhr

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