Was in der Swissair-Doku zu sehen ist

Der kanadische Sender CBC hat seine Doku über den Todesflug SR 111 vorgestellt – und will den Film auch für Schweizer im Internet zugänglich machen.

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Am kommenden Freitag strahlt der kanadische TV-Sender CBC einen Dokumentarfilm über den Absturz des Swissair Flugs 111 aus. Die Nachricht hat auch in der Schweiz für Aufsehen gesorgt. Denn auch das SF war bei den Recherchen involviert (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete). Nun hat der kanadische Journalist Linden Macintyre auf CBC seine Doku vorgestellt. Er wiederholte, dass ein Anschlag auf Swissair 111 nicht ausgeschlossen werden könne.

Dazwischen brachte der Sender Einspielungen von den beiden Verfechtern der Attentat-Theorie. Zum einen der Forensiker Tom Juby, der heute überzeugt ist, dass es ein Fehler war, sich bei der Untersuchung auf die Sicherheitsfunktionen zu konzentrieren. «Man hätte eine Mordermittlung einleiten müsse», so Juby, «man wusste, dass da etwas war, aber man wollte es nicht genau wissen.»

Jubys Verdacht wurde in der Vorschau von einem gewissen Dr. Brown erhärtet. Der Metallurg bestätigte, dass er «unerwartet viel» Magnesium im Cockpit gefunden habe – was auf einen Brandsatz hindeute. Konkretere Beweise dürfte die Doku allerdings kaum zu bieten haben. Linden Macintyre ist sich trotzdem sicher: Statt einer Sicherheitsuntersuchung hätte man unter diesen Umständen in Kanada normalerweise eine Kriminaluntersuchung eingeleitet.

Wer sich selber ein Bild von der Doku machen will, kann das im Internet tun. CBC stellt den Film kurz nach der Ausstrahlung ins Netz (Samstagnacht, zwischen drei und vier Uhr mitteleuropäische Zeit). Wie die Website Travelblogger auf Anfrage bei CBC erfuhr, sei dies eine Ausnahme, sonst seien Sendungen ausserhalb Kanadas nicht abrufbar. (phz)

Erstellt: 15.09.2011, 11:50 Uhr

CBC-Journalist Lindon Macintyre.

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SR 111

Der Swissair-Flug 111 startete am 2. September 1998 von New York in Richtung Genf. Knapp eine Stunde nach dem Start bemerkten die Piloten Rauch im Cockpit, kurz darauf stürzte die Maschine vor dem kanadischen Halifax in den Atlantik. 215 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder starben. Es war das schwerste Unglück in der Geschichte der Swissair.

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