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Welche SRG-Sendungen braucht es? Wie viel Billag-Gebühren sind angemessen? Die Resultate der Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Umfrage zum Service public.

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Mit dem neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) soll das Gebühreninkasso modernisiert werden, künftig müssten alle eine Medienabgabe zahlen, dafür eine tiefere als heute. Allerdings wird im Abstimmungskampf statt über Gebühren vor allem über den Service public und das Programm der SRG diskutiert. Tagesanzeiger.ch/Newsnet wollte in einer Onlineumfrage wissen, was unter Service public verstanden wird beziehungsweise welche Aufgaben die SRG zu erfüllen hat.

10'387 Leser haben an der Umfrage teilgenommen, die nicht repräsentativ ist und deren Ergebnisse nicht nach wissenschaftlichen Kriterien gewichtet worden sind. Dennoch geben die Umfrageresultate einen Eindruck darüber, wie die Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Leserschaft über die SRG denkt und welches Angebot sie sich wünscht.

Die deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmer bekennt sich zum Service public (90 Prozent) – allerdings zu einem, der auf Information und Bildung setzt, mit Formaten, die auf dem freien Markt in dieser Qualität nicht finanzierbar wären. So gehört etwa die «Tagesschau» für 98 Prozent der Teilnehmer zu einem Service public, beim «Kulturplatz» sind es 72 Prozent:

Unterhaltungsformate wie «Voice of Switzerland» oder «Glanz & Gloria» stossen hingegen auf Ablehnung. Sportübertragungen gehören laut der Umfrage auch für eine Mehrheit zum Service public. Allerdings bröckelt die Unterstützung dort; bei den Skirennen sind es 71 Prozent, bei Champions-League-Spielen 60 Prozent:

Wie die SRG ihr Programm finanzieren sollte, ist unter den Umfrageteilnehmern umstritten. 56 Prozent befürworten die aktuelle faktische Monopolstellung gegenüber einem freien Wettbewerb. Dass die SRG sich neben den Gebühren auch über Werbung finanziert, geht für 58 Prozent der Umfrageteilnehmer in Ordnung. Apropos: Eine relative Mehrheit von 26 Prozent wäre bereit, 200 Franken freiwillig an jährlichen Gebühren zu bezahlen:

Und wie stimmen die Leser am 14. Juni nun über das neue Radio- und Fernsehgesetz ab? Gemäss der Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Umfrage darf die SRG auf Unterstützung zählen – wenn auch knapp: 53 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen die neue Mediengebühr annehmen:

Nachstehend eine Auswahl der Resultate – die gesamte Auswertung finden Sie unter diesem Link.

Erstellt: 21.05.2015, 15:14 Uhr

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