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Als die Polizei die «Spiegel»-Büros stürmte

Der Vorwurf lautete Landesverrat: Der «Spiegel» schrieb über die Möglichkeit eines sowjetischen Angriffs, über konventionelle Waffen – und die Forderung nach A-Waffen. Heute Abend läuft der Film dazu.

Der Kalte Krieg im Kleinen: «Spiegel»-Chefredaktor Rudolf Augstein (Sebastian Rudolph) und Verteidigungsminister Franz Josef Strauss (Francis Fulton Smith).
Der Kalte Krieg im Kleinen: «Spiegel»-Chefredaktor Rudolf Augstein (Sebastian Rudolph) und Verteidigungsminister Franz Josef Strauss (Francis Fulton Smith).
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Zündstoff: Der Artikel «Bedingt abwehrbereit» erscheint am 8. Oktober 1962 und weist nach, dass die Bundeswehr nicht in der Lage ist, die Bundesrepublik vor einem Angriff des Ostens zu verteidigen.
Zündstoff: Der Artikel «Bedingt abwehrbereit» erscheint am 8. Oktober 1962 und weist nach, dass die Bundeswehr nicht in der Lage ist, die Bundesrepublik vor einem Angriff des Ostens zu verteidigen.
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Nein, das ist keine Szene aus «Mad Men»: Verteidigungsminister Franz Josef Strauss (mit Zigarre) an einer Krisensitzung.
Nein, das ist keine Szene aus «Mad Men»: Verteidigungsminister Franz Josef Strauss (mit Zigarre) an einer Krisensitzung.
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Es war eine Reifeprüfung für die junge deutsche Demokratie. Auf dem Spiel stand die Pressefreiheit. Am Freitagabend des 26. Oktober 1962 besetzten Sicherheitskräfte die Büros des «Spiegels» in Hamburg und in der Hauptstadt Bonn. Helmut Schmidt, damals Innensenator, später Bundeskanzler und heute 95-jährig, machte «schwere politische Bedenken» geltend. Die Polizeiaktion liess er dennoch laufen. «Spiegel»-Gründer Rudolf Augstein und sieben seiner Mitarbeiter wurden verhaftet.

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