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«Am Song Contest darf man ruhig ein bisschen glitzern»

Anna Rossinelli hat es in den Final des Eurovision Song Contest geschafft. Die Baslerin über ihre härtesten Konkurrenten – und die Kritik an ihrem Kleid.

Starke Stimme, souveräner Auftritt: Anna Rossinelli während ihres Auftritts.
Starke Stimme, souveräner Auftritt: Anna Rossinelli während ihres Auftritts.
Keystone
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Anna Rossinelli, in den letzten fünf Jahren mussten die Schweizer Bands beim Eurovision Song Contest immer schon nach dem Halbfinal mit eingezogenem Schwanz nach Hause schleichen. Sie haben es in den Final geschafft. Was hat den Ausschlag gegeben?Anna Rossinelli:Das müssen Sie die Fernsehzuschauer und die Jury fragen, die für uns gestimmt haben. Ich freue mich sehr über den Erfolg und hoffe, dass die Schweizer zufrieden sind mit mir. Lag es am frappanten Qualitätsunterschied? Sie haben souverän gesungen – andere Sängerinnen, etwa die Norwegerin Stella Mwangi oder Senit aus San Marino, waren schlicht und einfach schlecht. Das haben wir nicht so mitbekommen. Es hatte auch gute Bands im Halbfinal. Zum Beispiel? Die Serbin Nina. Sie kann singen und ihr Lied «Caroban» ist aufgestellt und lüpfig. An den Proben und vor dem Auftritt am Halbfinal hat sie uns immer in Stimmung gebracht. Sie kam als sechste, wir als achte. Bei ihrem Song sangen und tanzten wir backstage mit und waren so schon aufgewärmt für den eigenen Auftritt. Wer könnte Ihnen im Final sonst noch gefährlich werden? Lena, die letztjährige Gewinnerin aus Deutschland, ist auch gut. Am Montagabend sahen wir sie live, mit einer Jazzband. Das Konzert war super, der Song gewann mit den Musikern an Farbe. Aber so gut singt sie ja nicht?... Lena klang gut. Vor ein paar Wochen waren Sie völlig unbekannt, nun stehen Sie plötzlich im Rampenlicht. Am Dienstag umarmte Sie der Entertainer Stefan Raab. Wie fühlt sich das an? Komisch und irgendwie lustig. Plötzlich stehst du vor bekannten Leuten. Raab macht einen sehr natürlichen und herzlichen Eindruck. Mit der Umarmung gratulierte er mir zum Finaleinzug; ich glaube, seine Glückwünsche waren aufrichtig. Wie bereiten Sie sich auf das Finale am Samstag vor? Mit Ausspannen. Wir haben nur zwei Stunden geschlafen letzte Nacht und sind hundemüde. Was werden Sie tragen? Das rote Glitzerkleid wurde kritisiert – es passe nicht zu Ihrer natürlichen Ausstrahlung. Wirklich? Mir gefällt das Kleid, am Eurovision Song Contest darf man ruhig ein bisschen glitzern. Am Samstag möchte ich ein schwarzes Kleid tragen, aber ich weiss noch nicht, ob das geht, wegen dem Lichtkonzept. Je nach Outfit müssen die Techniker die Lichtkomposition ändern.

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