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«Club»-Kritik: Lumengo und die Doppelmoral

Der Politiker Ricardo Lumengo wurde wegen Wahlbetrugs verurteilt und trat aus der SP aus. Fiel er einer rassistischen Doppelmoral zum Opfer? Darüber diskutierte gestern eine hochkarätige Runde im «Club».

Ricardo Lumengo ist eine Reizfigur. Als erster Afrikaner im Parlament, genoss er bis ins Jahr 2006 das Image eines Hoffnungsträgers. Dann kam es bei den Grossratswahlen zu Unsauberkeiten, ihm wurde Wahlbetrug vorgeworfen. Lumengo machte geltend, er habe nicht in böser Absicht gehandelt, ihm sein ein dummer Fehler unterlaufen. Die SP forderte nach dem Urteil gleichwohl seinen Rücktritt. Lumengo weigerte sich und will nun das Urteil weiterziehen. Darüber wurde gestern im «Club» debattiert. Und es entwickelte sich eine interessante Diskussion, die sich letztlich um Ehre und Würde drehte, um Politik und Glaubwürdigkeit, um Moral, um die Schweizer Kultur und Rassismus.

Keine juristische Frage

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