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«Das ist die völlig falsche Frage»

Wer kommt besser an beim TV-Publikum? Christoph Blocher in der «Arena». (9. September 2004)
Möchte seine Parolen rüberbringen: CVP-Präsident Gerhard Pfister. (1. Juli 2016)
Ein improvisiertes Nachtlager von Migranten im Bahnhof von Como, Italien, am Mittwoch, 17. August 2016. (KEYSTONE/Ti-Press/Francesca Agosta)
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Anton Schaller fordert, das Aufeinanderprallen von Politikern in der «Arena» einzustellen. Stattdessen sollen sie isoliert Statements vortragen, die danach von Faktencheckern überprüft werden. Was halten Sie davon?

Warum installieren Sie die Experten nicht permanent?

«Vor der Kamera macht keiner Kompromisse. Aber für die Meinungsbildung braucht es die öffentliche Auseinandersetzung trotzdem.»

Was bringt die direkte Konfrontation von Politikern?

Ein konstruktives Gespräch ist allerdings faktisch ausgeschlossen.

Brauchen Sie die Clashes nicht auch wegen der Quote? Das Duell Blocher versus Bodenmann hat die «Arena» berühmt gemacht und im kollektiven Gedächtnis verankert.

Manche Politiker wenden gezielt destruktive Methoden an, um den Gegner schlecht aussehen zu lassen. Im österreichischen Wahlkampf praktizierte das etwa Norbert Hofer ausgiebig. Wie häufig kommt sowas in der «Arena» vor?

Wo haben Sie eigentlich Ihren schneidigen Moderationsstil her?

Welche anderen Polit-Talkshows bewundern Sie?

Wie beurteilen Sie den «Sonntalk», den ihr Vorgänger Reto Brennwald als ebenbürtig bezeichnet hat?

Sie haben in der «Arena» viel experimentiert, zuletzt Bendrit Bajra und Gülsha Adilji eingeladen und Facebook und Snapchat getestet. Hat es sich gelohnt?

Welche Experimente sind gescheitert?

Sie sind selber viel auf Twitter, No-Billag-Fans stürzen sich auf Sie. Mal ehrlich: So was macht doch keinen Spass.

«Politischer Talk ist stets gefährdet, zum Ritual zu werden: Parolen, ein bisschen gespielte Empörung, dem Kontrahenten ein paar Schlötterlig anhängen.»

Sind Sie nicht ein wenig neidisch auf Filippo Leutenegger, der einfach nur Fernsehen machen konnte – ohne Internet und SRG-Debatte?

Sie kultivieren das Bild des strikt neutralen Moderators. In welchen Momenten müssen Sie aufpassen, dass Ihre Meinung nicht einfliesst?

Was wären die Ausnahmen?

Gibt es auch einen ideologischen Rahmen, den Sie nicht verlassen wollen? Merkwürdig war etwa, als Sie jüngst die Juso-Präsidentin in der Jugend-«Arena» mehrmals rabiat ermahnten, nicht schon wieder mit ihrer Kapitalismuskritik anzufangen. Für eine Juso ist es aber nun mal so, dass die meisten Probleme auf einen übertriebenen Kapitalismus zurückgeführt werden müssen.

Haben Sie den idealen Sendeplatz?