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Flückiger halluzerniert

Der Schweizer «Tatort» war ein Drama im Chügelidealer-Milieu und verwandelte das idyllische Luzern in ein Drecksloch.

Gestern ermittelte wieder Kommissar Kantenlos. So wird der Luzerner Polizist Reto Flückiger bisweilen beschrieben; es gibt Gerüchte über eine mögliche Neuorientierung des Schweizer «Tatorts». Ist Flückigers Profillosigkeit der Grund, wieso er jetzt unter Sehstörungen leidet? Immer wieder flimmerte im neusten Fall seine Sicht. Der Polizist vermutete einen Hirntumor, sein Arzt eine Migräne. Als Massnahme empfahl er Grinsen, worauf Flückiger grinste. Man kennt das von Woody Allen: der tragikomische Hypochonder.

Die Folge, gedreht von «Strähl»-Regisseur Manuel Flurin Hendry, war alles andere als zum Lachen. Flückiger und seine Kollegin Liz Ritschard wurden unter eine Luzerner Autobahnbrücke zitiert, wo ein toter Nigerianer lag. Der junge Mann war ein Chügelidealer: Werden diese von der Polizei kontrolliert, schlucken sie das in Cellophan eingepackte Kokain und lassen die Beweise verschwinden. «Sie dürfen keine Ausbildung machen und nicht arbeiten», referierte eine Polizistin: «Einmal volljährig, werden sie ausgewiesen. Wenn sie Glück haben in Handschellen, wenn sie Pech haben im Sarg.»

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