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Jeder ist sein eigenes Tier

«BoJack Horseman» ist die erste Trickfilmserie aus dem Hause Netflix. Sie erzählt von einem gefallenen Fernsehstar und ist gleichzeitig kluge Gesellschaftsstudie.

Den Zenit seines Ruhms hat er längst überschritten. Nun hockt der einstige Serienstar BoJack Horseman alleine in seiner Hollywood-Villa. Besoffen vom Bier, am meisten aber von sich selbst, schaut er sich durch die 90er-Jahre-Sitcom, die ihn berühmt gemacht hat. An ein Leben danach will er sich partout nicht gewöhnen, will nicht akzeptieren, dass ihn das Showbiz längst in den Ruhestand gezwungen hat. Stattdessen spricht er vor dem Fernseher die Pointen von früher nach. Nur lacht und klatscht jetzt kein Publikum mehr, sondern nur noch er selbst.

«BoJack Horseman» heisst die animierte Netflix-Serie für Erwachsene, die sich um die glanzlose Existenz des schlecht gealterten Showmans dreht; unter den Sprechern sind Serienstars wie Aaron Paul, Will Arnett oder Alison Brie. Und eigentlich kennen wir dieses Epos des Stars, den die Unterhaltungsbranche fallen liess wie eine flatterhafte Gespielin ihren Liebhaber, bereits von Serien wie «The Comeback» oder «Curb Your Enthusiasm». In Ersterer bemüht sich ein ehemaliges Sitcom-Sternchen um eine neue Rolle, in Letzterer zehrt der Neurotiker Larry David noch immer vom Vermögen und dem Renommee, das ihm seine Sitcom «Seinfeld» eintrug.

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