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Leben und sterben lassen in Ramallah

Die Netflix-Serie «Fauda» zeigt israelische Undercover-Agenten im Einsatz: Ein brutal ehrlicher Polit-Thriller, der auch Palästinenser begeistert.

Philippe Zweifel

Mit «In Treatment» und «Homeland» sind zwei der renommiertesten US-Serien Remakes israelischer Produktionen. Nun haben die ­Israelis eine weitere Serie am Start, die so gut ist, dass sie die Amerikaner gar nicht erst kopiert, sondern im Original übernommen haben: «Fauda» spielt im Westjordanland, wo eine israelische Einheit versucht, Hamas-Terroristen zu infiltrieren. Mista’arvim heissen solche Spione, die akzentfrei arabisch sprechen und sich in Ramallah und anderen Orten der palästinensischen Autonomiegebiete aufhalten. Es sind keine smarten, glattwangigen Doppelnullagenten, sondern kettenrauchende, unrasierte Typen.

Von linken wie rechten israelischen Zeitungen wird die Serie gefeiert und gar als politisches Ereignis eingestuft: Im Unterschied zu «Homeland» sei «Fauda» keine Unterhaltungsshow, sondern zeige die ungeschönte Wahrheit. Einer der beiden Serienmacher war selber ein Mista’arvim, der andere ist der israelische Journalist und Politexperte Avi Issacharoff.

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