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Lieber Gress als Netzer

Am Bildschirm sind wir besser als die Deutschen: Die Schweiz führt in der TV-Berichterstattung der WM gegen ARD, ZDF und RTL.

Die WM-Spiele werden in 204 Ländern übertragen. Das eine Extrem der TVBerichterstattung bildet nach den bisherigen Erfahrungen wohl Nordkorea, wo es dem Sprecher nach dem 0:4 gegen Portugal offenbar die Sprache verschlug und sich der staatliche Sender mit dem Schlusspfiff und dem 0:7 kommentarlos verabschiedete. Auf der anderen Seite dürfte das Tessiner Fernsehen anzusiedeln sein, das jeden Match im Studio mit einer grösseren Runde an Selbstdarstellern rund um Kubilay Türkyilmaz gnadenlos zerredet und zerplaudert. Der einzige gemeinsame Nenner: Warum um Gottmars Willen spielt Hakan Yakin nicht von Anfang an?

Die deutschsprachigen WM-Kanäle haben ihr Tagesprogramm ähnlich aufgebaut. Es besteht aus den Spielen, der Hofberichterstattung aus dem WMQuartier der eigenen Mannschaft, der Runde mit den wechselnden Studiogästen, den Beiträgen über Land und Leute und zu fast mitternächtlicher Stunde noch aus einem lockeren Schlusspunkt. SF 2 bringt für die noch nicht im Reich der Fussballträume Schlummernden ein Tagebuch, die ARD setzt auf mitternächtliches Sprücheklopfen in Waldis Bierstube. Der ORF nutzt dagegen die Absenz des österreichischen Teams in Südafrika zu längeren Dokumentationen zum Beispiel über den Stress, dem die Referees an einem wichtigen Turnier ausgesetzt sind.

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