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Meine Mutter ist meine beste Freundin

Ist der Generationenkonflikt tot? Eltern von heute wollen so jung sein wie ihre Kinder. Und diese haben Besseres zu tun, als en famille zu rebellieren. Um Erziehungsfragen kümmert sich sowieso das Fernsehen.

Blauäugige Harmonie bei den «Gilmore Girls»: Mutter Lorelai (Lauren Graham) und Tochter Rory (Alexis Bledel).
Blauäugige Harmonie bei den «Gilmore Girls»: Mutter Lorelai (Lauren Graham) und Tochter Rory (Alexis Bledel).
Keystone

Eltern haben heute nicht mehr einfach Kinder. Eltern haben heute Freunde. Sehr junge Freunde. Jedenfalls jene Gruppe von Eltern, die sich in einem jahrelangen Ego-Loop spielerisch selbst gefunden hat. Die das Kindsein jenseits des Kinderzimmers entdeckte und die Ecstasy-Pille als Smarties-Nachfolge. Die Erwachsenwerden für eine Existenzkrise hielt. Sie hat den Jugendwahn internalisiert und im Verhältnis zu den eigenen Kindern die Lösung ihres Problems gefunden: Sie hat ganz einfach den Generationenkonflikt abgeschafft. Die späten Kinder begegnen ihren Kindern jetzt auf Augenhöhe. «Mis Mami laat mich vili Sache mache, ihri CDs lose, ihre Computer bruuche», heisst es in einem TV-Spot für Milchschnitten.

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