«Menschlich wäre ich ein Arsch gewesen»

Cornelia Boeschs Moderationskollege Fischlin reist nach dem Abbruch der gestrigen «Tagesschau» aus den Ferien zurück. Und: Sascha Ruefer erklärt, warum er die Sendung nicht alleine fertig moderiert hat.

Cornelia Boesch erkrankt plötzlich, Sascha Ruefer springt ein: Die «Tagesschau»-Sendung dauerte gestern lediglich 10 Minuten.(Video: SRF)


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Gestern wurde die Hauptausgabe der «Tagesschau» zum ersten Mal in ihrer Geschichte abgebrochen. Der Grund: Moderatorin Boesch war erkrankt und konnte nicht mehr weitermoderieren. Inzwischen weiss man, dass Boesch fiebrig war und ihr schwarz vor Augen wurde. Nach dem Blackout springt heute Abend «Tagesschau»-Kollege Franz Fischlin in die Bresche, wie SRF-Sprecherin Andrea Wenger gegenüber dem «Blick» sagte. Cornelia Boesch leide noch immer unter Fieber und erhole sich.

«Watson» schreibt, dass Boesch zehn Tage am Stück moderierte – vom 12. bis am 21. Januar. Nach drei Tagen Pause stand sie gestern Abend schon wieder vor der Kamera. Denn das Ehepaar Stauber/Inhausen ist zusammen in den Ferien und Franz Fischlin befindet sich ebenfalls in den Ferien. «Tagesschau»-Chef Urs Leuthard sagte darauf: «Cornelia Boesch hat mit dem Produzenten abgesprochen, was aus ihrer Sicht möglich ist und was nicht. So haben wir zum Beispiel bereits am Nachmittag mit Cornelia Boesch zusammen entschieden, dass sie nur die Hauptausgabe moderieren wird, die Spätausgabe dann aber von Wasiliki Goutziomitros übernommen wird.»

Boesch selbst hatte sich bereits gestern eineinhalb Stunden nach dem Zwischenfall auf Twitter geäussert:

Nach dem Ausfall von Boesch sprang Sascha Ruefer kurzzeitig in die Bresche. Dieser meldet sich am Tag nach dem Zwischenfall auf Facebook zu Wort. Er sei von verschiedenen Seiten gefragt worden, weshalb er nicht fertig moderiert habe, schreibt er in einem Post. Die Produzenten liessen den Moderator den Sport fertig moderieren und brachen die Sendung danach ab. Der Entscheid sei richtig gewesen, kommentiert er. «Menschlich wäre ich'n Arsch gewesen. Ein ganz grosses sogar. Wenn beim Paarlaufen einer stürzt oder gar ohnmächtig wird, zieht der Partner die Show auch nicht alleine durch. Er bricht ab und kümmert sich um seinen Partner. Fernsehen ist keine One-Man oder One-Women-Show, sondern Teamplay. »

Auch in Deutschland wurde inzwischen über den «Tagesschau»-Ausfall berichtet, zum Beispiel beim «Spiegel» oder bei «Focus».

(phz)

Erstellt: 26.01.2015, 15:52 Uhr

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