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Mir geht es mies, also schreibe ich

TV-Kritik: Der italienische Sender RAI 3 hat neu eine literarische Castingshow: «Masterpiece». Um Literatur geht es da nur am Rande. Dafür lernt man viele schlimme Schicksale kennen.

Susanne Kübler
Vergangenheit auf der Strasse, Zukunft in der Literatur? Lilith Di Rosa ist der erste Finalist von «Masterpiece».
Vergangenheit auf der Strasse, Zukunft in der Literatur? Lilith Di Rosa ist der erste Finalist von «Masterpiece».
Screenshot RAI
Für sie hat es dann doch nicht ganz gereicht: Fabrikarbeiterin Romina Questa.
Für sie hat es dann doch nicht ganz gereicht: Fabrikarbeiterin Romina Questa.
Screenshot RAI
«Si» oder «no»? Die Juroren, hier Taiye Selasi und Andrea de Carlo, sind sich nicht immer einig.
«Si» oder «no»? Die Juroren, hier Taiye Selasi und Andrea de Carlo, sind sich nicht immer einig.
Screenshot RAI
Überraschung! Am Ende der ersten Sendung setzt sich Bompiani-Verlegerin Elisabetta Sgarbi neben den Juror Giancarlo De Cataldo.
Überraschung! Am Ende der ersten Sendung setzt sich Bompiani-Verlegerin Elisabetta Sgarbi neben den Juror Giancarlo De Cataldo.
Screenshot RAI
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«Was tun Sie so in Ihrem Leben?», fragt Jury-Mitglied Taiye Selasi. «Ich leide», antwortet der Kandidat – und spricht für fast alle anderen, die bei diesem Literatur-Casting mitmachen. Wer die These, dass nur in der Verzweiflung grosse Kunst entsteht, je etwas simpel gefunden hat, wird bei «Masterpiece» eines Besseren belehrt. Unter den in den ersten beiden Folgen vorgestellten Kandidaten befanden sich unter anderem: ein ehemaliger Strafgefangener, eine geheilte Magersüchtige, eine Fabrikarbeiterin mit problematischer Vaterbeziehung, ein Advokat in einer Sinnkrise, ein arbeitsloses Punkmädchen und ein zölibatärer Marathonläufer.

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