Zum Hauptinhalt springen

Netflix muss 30 Prozent europäische Filme zeigen

Die EU-Medienminister beschlossen eine Europa-Quote für Netflix, Amazon und Co. Auch die Vorgaben zum Jugendschutz werden angepasst.

Fliegen sie in Europa bald aus dem Programm? Selena Gomez (l.), Dylan Minnette und Katherine Langford bei der Premiere der Netflix-Serie «13 Reasons Why» in Los Angeles. (30. März 2017)
Fliegen sie in Europa bald aus dem Programm? Selena Gomez (l.), Dylan Minnette und Katherine Langford bei der Premiere der Netflix-Serie «13 Reasons Why» in Los Angeles. (30. März 2017)
Richard Shotwell/AP, Keystone

Netflix, Amazon und andere Video-Abrufanbieter müssen künftig 30 Prozent europäische Filme in ihrem Repertoire vorweisen. Die EU-Medienminister beschlossen am Dienstag in Brüssel grundsätzlich eine entsprechende Änderung der EU-Medienrichtlinie.

Grossbritannien, Dänemark, Finnland, die Niederlande und Luxemburg trugen den Kompromiss nicht mit, wurden aber von den anderen Staaten überstimmt. Diese Länder waren gegen eine verpflichtende europäische Filmquote für On-Demand-Videodienste eingetreten. Bisher gilt eine 20-prozentige europäische Filmquote nur für Fernsehsender.

Frühestens im Frühjahr 2018

Die EU-Medienminister erzielten zunächst nur Eckpunkte einer Einigung. Die detaillierte Reform muss dann noch zwischen dem EU-Ministerrat, dem Gremium der EU-Staaten, und dem EU-Parlament verhandelt werden. Auch das EU-Parlament hatte sich grundsätzlich für eine 30-prozentige Quote ausgesprochen.

Inkrafttreten können die neuen Regeln frühestens kommendes Frühjahr. Bei Verzögerungen könnte es aber auch sein, dass das Dossier erst in der zweiten Hälfte 2018 abgeschlossen wird, hiess es in Ratskreisen.

Ausweitung des Jugendschutzes

Beschlossen wurde ausserdem, dass Vorgaben zu Jugendschutz und Werbung künftig auch für Videoplattformen wie YouTube und soziale Medien gelten sollen. «Für Plattformen, die mit der Verbreitung audiovisueller Inhalte in unmittelbare Konkurrenz zu Fernsehen und Fernsehen auf Abruf treten, müssen die gleichen Massstäbe gelten», sagte der österreichische Medienminister Thomas Drozda.

SDA/chi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch