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Neuseelands böse Schönheit

Die TV-Serie «Top of the Lake» von Jane Campion gibt es dieses Wochenende in zwei Schweizer Kinos zu sehen.

Simone Meier

Es ist ein Segen für alle, dass das Fernsehen und das Independent-Kino einander in den vergangenen paar Jahren entdeckt haben: Es findet da eine ganz grundsätzliche Befreiung der Kunst durch ein Mainstream-Medium statt, die man sich nie hätte träumen lassen. Und siehe da, plötzlich nimmt das Fernsehen wieder jene Rolle als Bildungsanstalt ein, die es in seinen Gründerzeiten vor über einem halben Jahrhundert innehatte. TV-Serien sind die neue kulturelle Matrix, die verschiedene Nationalitäten und Bildungsschichten mühelos miteinander vereint. Und die das ArthouseKino ins Wohnzimmer bringt.

Und weil sich das Fernsehen derzeit absolut antizyklisch zu Hollywood verhält und erstens erfolgreich die Narration der Aktion vorzieht und zweitens die Frauen fördert, gibt es einerseits besonders viele Serienheldinnen und 2013 auch mindestens zwei grosse Regisseurinnen, die sich dem Serienschaffen verschrieben haben. Die eine ist Agnieszka Holland, die mit «Burning Bush» für HBO die Prager Studentenunruhen von 1969 in ein süffiges, kraftvolles historisches Drama verpackt hat.

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