Die wahre «Game of Thrones»-Hauptfigur

Ist es Jon Snow? Oder doch Daenerys? Mathematiker haben mit einer Datenanalyse herausgefunden, wer wirklich die wichtigste Figur der Serie «Game of Thrones» ist.

Am 23. April gehts wieder los: «Game of Thrones» geht in die sechste Staffel.

Am 23. April gehts wieder los: «Game of Thrones» geht in die sechste Staffel. Bild: Grafik: Marc Fehr

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wer ist die wahre Hauptperson bei «Game of Thrones»? Oder gibt es gar keine, weil am Ende immer alle sterben müssen? Fans der Serie spekulieren und diskutieren seit Beginn der Saga, wer nun eigentlich wirklich im Zentrum steht. Jon Snow? Daenerys? Oder doch Tyrion?

Jetzt wollen zwei amerikanische Mathematiker der Diskussion endlich ein Ende bereiten. Sie haben mit einer netzwerkanalytischen Methode untersucht, wer bei allen Irrungen, Wirrungen und Serientoden die Hauptfigur ist. Dafür haben der Mathematik-Professor Andrew Beveridge vom Macalester College in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota und Student Jie Shan das dritte Buch der Reihe, «Schwertgewitter» («A Storm of Swords»), gründlich auseinandergenommen.

Grösste Überraschung ist Sansa Stark

Nach zahlreichen Formelberechnungen entstand ein Beziehungsknoten, in dem die Beziehungen zwischen den Protagonisten und Nebenrollen deutlich zu erkennen sind. Die verschiedenen Gemeinschaften werden in unterschiedlichen Farben dargestellt; die Wichtigkeit der Personen durch die Grösse ihres Namens gezeigt. Gezählt wurde dabei von den Mathematikern, wie oft zwei Figuren innerhalb von 15 Wörtern vorkamen, also Dialoge oder Gespräche übereinander.

«Drei Charaktere stechen hervor: Tyrion, Jon und Sansa», heisst es in der Untersuchung. Als Hand des Königs sei Tyrion in dem Buch das Zentrum der politischen Machenschaften der Hauptstadt Königsmund. «Unsere Analyse lässt vermuten, dass er der wahre Held des Buches ist», schreiben Beveridge und Shan. Währenddessen habe Jon Snow eine einzigartige Position im Netzwerk inne, da er Verbindungen zu allen wichtigen Figuren pflege sowie zu den Adligen und den Soldaten der Nachtwache.

«Die grösste Überraschung ist aber die prominente Rolle Sansas», so Beveridge. «Die anderen Mitspieler sind sich ihrer Macht bewusst», erklären die Mathematiker. Wenn Sansa es klug anstellt, könnte sie künftig eine noch mächtigere Rolle spielen.

Die ausführliche Studie (inklusive der mathematischen Formeln) kann man im Magazin «Math Horizons» oder auf der Seite der Universität nachlesen. (ott (Welt.de))

Erstellt: 06.04.2016, 14:47 Uhr

Artikel zum Thema

«Ich kenne das Ende der Geschichte seit Jahren»

Interview George R. R. Martin schreibt die Buchvorlage zur TV-Erfolgsserie «Game of Thrones». Im Interview spricht er über die Zukunft des Fantasy-Epos und beleidigende Spekulationen über seine eigene Gesundheit. Mehr...

Das «Game of Thrones»-Debakel erklärt

Autor George Martin hat schon wieder eine Deadline für sein neues Buch verpasst. Wird er sein Epos jemals beenden? Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Für Selbstständige und KMU

Tragen Sie Ihre Firma im neuen Marktplatz des Tages-Anzeigers ein.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Zusammen Pferde stehlen?: Diese drei Isländer stecken ihre Köpfe auf der Pferdekoppel im deutschen Wehrheim zusammen. (16. Januar 2018)
(Bild: AP Photo/Michael Probst) Mehr...