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Reich-Ranicki will Fernsehpreis auch nachträglich nicht

Der deutsche Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki spricht Klartext: Die «falsche Nachricht», dass er den Preis doch nach Hause genommen habe, sei eine Erfindung des ZDF.

«Ich habe den Preis abgelehnt, und daran wird sich auch nichts ändern», sagte der 88-Jährige der Illustrierten «Bunte».

Die «falsche Nachricht», dass er den Preis doch noch nach Hause mitgenommen habe, habe das «ZDF erfunden und verbreitet». Er sei selbstverständlich nicht in der Absicht zu der Preisverleihung gegangen, die Ehrung zurückzuweisen, sagte Reich-Ranicki: «Aber schon nach 20 Minuten wusste ich, dass es hoffnungslos ist.»

Unterstützung bekam Reich-Ranicki von seinem früheren Partner im «Literarischen Quartett», Hellmuth Karasek. Ihm habe «der arme alte Mann» leid getan, weil er bei der Preisverleihung drei Stunden herumsitzen «und Atze Schröder hören musste», sagte Karasek.

Unklar sei ihm, was die für Freitagabend angesetzte ZDF-Sendung zur Qualität im Fernsehen mit Reich-Ranicki und Thomas Gottschalk bringen solle: «Gottschalk lebt in Kalifornien, der sieht das deutsche Fernsehen nicht - und Reich-Ranicki lebt in Frankfurt und sieht von dem, was er nicht leiden kann, hoffentlich auch nichts.»

SDA/phz

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