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«Sehr anstrengendes Talk-Tempo»

Interviewer Roger Schawinski lässt Gäste zu wenig ausreden - findet der SRG-Publikumsrat.

Der Publikumsrat der SRG Deutschschweiz übt Kritik an Roger Schawinski. Der Moderator der SF-Sendung «Schawinski» lasse seine Talk-Gäste zu wenig zu Wort kommen, lasse sie «kaum aussprechen und behalte stets die Überhand», teilte der Publikumsrat am Dienstag mit.

Nach mehr als 30 Jahren Unterbruch ist Roger Schawinski seit dem 22. August wieder als Moderator im Schweizer Fernsehen (SF) zu sehen. Bisher flimmerte «Schawinski» sechs Mal über die Bildschirme. Als «sehr anstrengend» beurteilt der Publikumsrat das hohe Talk- Tempo, das der Medienpionier in den ersten drei Sendungen anschlagen habe. Dieses habe jeweils die volle Konzentration des Zuschauers erfordert. Zwar seien viele Themen angeschnitten, aber nicht vertieft worden.

Bemängelt wird auch die Rollenverteilung: Schawinski bereite sich zwar umfassend und intensiv auf seine Gäste vor, er sei aber «klar der Chef». Das Gespräch finde deshalb kaum auf Augenhöhe statt. Der Publikumsrat wünscht sich, dass sich Schawinski «künftig stärker zurückhält und den Gästen mehr Raum gewährt.» Eine positive Entwicklung in diese Richtung sei nach drei Sendungen bereits erkennbar gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter. Mittelfristig könne sich der Talk deshalb zu einer wertvollen Sendung entwickeln.

In der knapp halbstündigen Sendung waren bisher unter anderen Privatbankier Konrad Hummler, der Globalisierungskritiker und ehemalige SP-Nationalrat Jean Ziegler sowie SVP-Präsident Toni Brunner zu Gast.

(SDA)

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