So soll das neue SRF-Programm aussehen

Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Leser stellten mit einem interaktiven Tool ihr persönliches SRF-Programm zusammen. Das Resultat weicht markant vom bestehenden TV-Angebot ab.

Was passiert, wenn die Leser beim SRF-Programm Regie führen? Unsere Auswertung zeigt es.

Was passiert, wenn die Leser beim SRF-Programm Regie führen? Unsere Auswertung zeigt es.

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Wie sähe das Programm eines Deutschschweizer SRF-Fernsehsenders aus, wenn unsere Leser das TV-Programm bestimmen könnten? Diese hypothetische Frage setzten wir in die Praxis um. Mit einem interaktiven Tool wählten die Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet aus 76 TV-Sendungen jene 15 aus, mit denen sie am liebsten ein SRF-Programm bestreiten würden. Das nicht repräsentative Experiment ist insofern interessant, weil es vorwegnimmt, was auf die SRG nach der No-Billag-Abstimmung zukommt – egal, wie diese ausgeht. Denn dass sich das Programm der SRG verändern muss, darüber herrscht weitgehend Konsens.

Werfen wir zuerst einen Blick auf die bestehende Programmstruktur der beiden Deutschschweizer SRF-Sender – im Vergleich zu dem, was sich die 6112 bisherigen Teilnehmer wünschen:

Vergleicht man das bestehende Programm mit dem Wunschprogramm der Leser, fällt auf, dass diese nach mehr News und Informationen dürsten. Wenn es nach ihnen ginge, würde die Hälfte des Programms damit bespielt. Kultur und Bildung steht für die Leser an zweiter Stelle, allerdings gewichten sie sie als weniger wichtig als die SRF-Macher. Dasselbe gilt für Unterhaltung und Sport.

Die Daten der Leser wurden auch absolut ausgewertet und sind nachfolgend in zwei Ranglisten dargestellt: die unverzichtbarsten zehn Gefässe und die zehn verzichtbarsten. Die Listen spiegeln den Trend zu mehr Information und weniger (seichter) Unterhaltung:

Was ist die Aufgabe der SRG? Persönliche Statements der Leser

Neben der prozentualen, inhaltlichen Zusammenstellung des TV-Programms interessierte uns auch das grössere Bild respektive die Vorstellung, die die Leser von einer optimalen SRG haben. In maximal 1500 Zeichen konnten sie uns dieses mitteilen. Die zahlreichen Beiträge haben wir gefiltert und auf wiederkehrende Wünsche untersucht. Folgende Ansprüche, so oder ähnlich formuliert, dominierten das Leser-Feedback:

«Das Programm soll ähnlich wie heute sein, jedoch ohne die teuren Unterhaltungs-Shows. SRG ist Service public und soll gebührenfinanziert sein.»



«Ich wünsche mir von der SRG vor allem das, was die Privaten nicht anbieten wollen oder können.»



«Die SRG muss sich meines Erachtens vor allem als Informations- und Bildungsinstitution verstehen.»



«Weniger seichte Unterhaltung, gerade am Samstagabend.»



«Was ich ganz besonders erwarte, ab 20 Uhr keine Werbung mehr – so wie es die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender halten.»



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Erstellt: 21.02.2018, 15:36 Uhr

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