SRF mit «Arena/Reporter» zufrieden

Gestern Sonntagabend ist die erste Ausgabe von «Arena/Reporter» über die Schweizer Bildschirme geflimmert. Bei SRF überwiegen die positiven Eindrücke zur Sendung und zu den Zuschauerzahlen.

Jeder Vierte hat «Arena/Reporter» geschaut: Das SRF ist mit der Leistung des Moderatorentandems Rigozzi/Projer zufrieden.

Jeder Vierte hat «Arena/Reporter» geschaut: Das SRF ist mit der Leistung des Moderatorentandems Rigozzi/Projer zufrieden. Bild: Screenshot SRF

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Bereits im Vorfeld wurde heftig über die neue SRF-Sendung «Arena/Reporter» am Sonntagabend diskutiert. Einerseits führte die Verpflichtung von Christa Rigozzi als Co-Moderatorin von Jonas Projer zu starken Reaktionen, andererseits war auch das Thema der Sendung («Kast und die Kesb») heikel. In erster Linie war es der geplante Auftritt des selbst ernannten «Nazi» Christian Kast als Gast der Sendung, der die Wogen hochgehen liess. Dieser wurde trotz öffentlich verbreitetem rechtem Gedankengut eingeladen, wollte anschliessend nicht mehr auftreten, und als er seine Meinung revidierte, durfte er nicht mehr.

An Medienrummel und damit einhergehender kostenloser Werbung für die Sendung hat es im Vorfeld also nicht gemangelt. Doch wie zufrieden ist das SRF mit der gestrigen Sendung? Für die Premiere von «Arena/Reporter» schalteten laut SRF im Schnitt 241’000 Personen ein. Dies entspricht einem Marktanteil von 23,7 Prozent. «Das heisst, praktisch jede vierte Person, die am späten Sonntagabend den Fernseher eingeschaltet hatte, wollte ‹Arena/Reporter› sehen. Dementsprechend sind wir sehr zufrieden», sagt Stefan Wyss, Mediensprecher von SRF. Zum Vergleich: 2016 schauten sich durchschnittlich 163’000 Zuschauer die «normale» Arena an, bei einem tieferen Marktanteil von 18,5 Prozent.

Grossartig findet Wyss vor allem die gelungene Interaktion mit dem TV-Publikum, die für die Sendung ein essenzieller Punkt gewesen sei. «Die unzähligen Wortmeldungen über die verschiedenen Kanäle haben gezeigt, dass das Publikum dazu bereit war», sagt Wyss. Denn ein Hauptziel sei es gewesen, dass sich die Zuschauer aktiv an der Diskussion beteiligen. Auch mit dem Moderationstandem Projer/Rigozzi sei man zufrieden gewesen. Rigozzi habe ihre Rolle als Stimme des Publikums sehr gut ausgefüllt und die eine Situation mit der schlechten Telefonverbindung souverän gemeistert.

Inwiefern der Erfolg der Sendung vom brisanten Thema und der Polemik um Co-Moderatorin Rigozzi profitierte, wird sich erst zeigen, wenn die nächsten Ausgaben von «Arena/Reporter» im SRF gelaufen sind. Für 2017 sind noch zwei Folgen geplant, anschliessend soll das Format viermal pro Jahr ausgestrahlt werden.

Erstellt: 12.06.2017, 15:08 Uhr

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