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«Tatort» im Bundeshaus

Die Aufregung um den zurückgezogenen Schweizer «Tatort» nimmt kein Ende. Nun soll er gar im Bundesrat ein Thema werden. Auslöser ist der SVP-Nationalrat Felix Müri.

Gedreht, aber noch nicht ausgestrahlt: Die umstrittene «Tatort»-Folge «Wunschdenken» aus Luzern.
Gedreht, aber noch nicht ausgestrahlt: Die umstrittene «Tatort»-Folge «Wunschdenken» aus Luzern.
Keystone

«Dieser ‹Tatort› muss ausgestrahlt werden, wir haben das Recht, ihn zu sehen!» Dem Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri liegt die vorerst zurückgezogene Folge mit dem Titel «Wunschdenken» so sehr am Herzen, dass er am Montag einen Appell an den Bundesrat richten will, wie der «Blick» in seiner heutigen Ausgabe berichtet. Zurzeit wird der Schweizer «Tatort» wegen inhaltlicher Mängel überarbeitet. Ob und wann er gesendet werde, sei noch unklar.

Sex-Szene stört nicht

In der Fragestunde von Montag soll der Bundesrat laut Müri auch Stellung dazu nehmen, wie viel die Produktion gekostet habe. «Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass die Gebührenzahler ein Recht dazu haben, die Sendung zu sehen, wenn sie schon dafür bezahlt haben?» Nicht nur deswegen setzt sich Müri derart dafür ein, dass die bereits gedrehte Folge kein Fall fürs Archiv wird. Als Luzerner ist es ihm ein Anliegen, dass die «Tatort»-Gemeinde in den Genuss der luzernischen Film-Kulisse kommt. «Das ist doch beste Werbung für unsere Region», wird der Politiker im «Blick»-Artikel zitiert.

Ob die umstrittene Sex-Szene drin bleibt oder nicht, ist Felix Müri egal. «Hauptsache, die Bilder der Stadt und Region werden ausgestrahlt.» Stören würden ihn die freizügigen Szenen jedoch nicht, er schaue sowieso nur auf die Landschaft.

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