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TV-Kritik: Ach, die Treue

Kann der Mensch monogam leben? Der «Club» packte gestern einen Evergreen an, konnte das Dilemma zwischen dem Bedürfnis nach Geborgenheit und Abenteuer freilich auch nicht lösen.

Bei Diplozoon paradoxum, einem Fischparasiten, treffen sich Männchen und Weibchen früh im Entwicklungsstadium, dann wachsen ihre Körper zusammen. Die Lebensform gilt als die einzig monogam lebende Tierart der Welt – weil sie nicht auseinander kann. Eine andere Lebensform versteht sich gerne als monogames Wesen, ist es aber nicht: der Homo sapiens (jeder zweite Mensch geht in einer Beziehung mal fremd).

Wie wir trotzdem den Hang oder zumindest den Wunsch zur Monogamie entwickeln konnten, ist ein Rätsel, über das Evolutionsbiologen, Paarpsychologen und andere Experten sich immer wieder mal den Kopf zerbrechen. So auch gestern im «Club»: Können Menschen ein Leben lang monogam sein? Welchen Preis bezahlen sie für die Treue, welchen für die Untreue? Und wo liegt die Toleranzgrenze?

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