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TV-Kritik: Bünzli-Bashing

Im gestrigen Schweizer «Tatort» kriegten Karnevalisten eins aufs Dach. Und Liz Ritschard eine Frau.

Wenn in Basel gekalauert wird, in Luzern aufs Kommando die Stimmung steigt und sogar in Zürich die sogenannte Guggenmusik durch die Strassen lärmt, ist wieder Fasnacht. So zumindest sieht es Kommissar Flückiger, der mit dem Larvenfest überhaupt nichts anfangen kann. Erst recht nicht, als ein Mensch nach dem Fötzeliregen am Boden liegen bleibt. Nicht der Alkohol hat ihn niedergestreckt, sondern ein Fasnächtler, verkleidet als Sensemann.

Das Opfer war Vorsteher des Luzerner Bauausschusses und Mitglied einer Zunft namens «Wächter am Pilatus». Zu Beginn des Films sah man ihn mit einer Prostituierten im Hotel, die er offenbar misshandelt hatte. Parallel dazu wurde Kommissarin Liz Ritschard gezeigt, wie sie sich mit einer Frau im Bett amüsierte – närrisches Treiben oder ernsthaftes Coming-out? Der Polizeichef meldete sich derweil im Sträflingskostüm zum Dienst und klärte Flückiger über das fundamentale Wesen der Zünfte auf: Integrität. Darauf pfiff Flückiger, zumal bereits der nächste Tote auftauchte. Diesmal von einem Mann im Narrenkostüm erstochen.

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