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TV-Kritik: Der König, der keiner sein will

Zeynel Demir kam als Asylbewerber in die Schweiz, heute leitet er die grösste hiesige Dönerproduktion. Dem gestrigen SRF-Dokumentarfilm über ihn hätte man mehr Ruhe und weniger Personal gewünscht.

«So habe ich mir das nicht vorgestellt»: Zeynel Demir musste neun Jahre auf einen Asylentscheid warten; heute leitet er ein Dönerimperium.
«So habe ich mir das nicht vorgestellt»: Zeynel Demir musste neun Jahre auf einen Asylentscheid warten; heute leitet er ein Dönerimperium.
©Yusuf Yesilöz
16 Tonnen Dönerfleisch pro Tag, das sind 8000 Tonnen Dönerfleisch pro Jahr: So viel Fleisch verarbeitet nicht mal McDonald's.
16 Tonnen Dönerfleisch pro Tag, das sind 8000 Tonnen Dönerfleisch pro Jahr: So viel Fleisch verarbeitet nicht mal McDonald's.
©Yusuf Yesilöz
«Ich liebe Kebab»: Demir mit Schweizer Fleischlieferanten.
«Ich liebe Kebab»: Demir mit Schweizer Fleischlieferanten.
©Yusuf Yesilöz
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Stünde Zeynel Demirs Geschichte, die der kurdische Dokumentarfilmer Yusuf Yesilöz in «Der Dönerkönig» aufarbeitet, in einem Drehbuch, man würde sie als zu übertrieben abtun. Vor 26 Jahren kam er mit seiner Frau als Flüchtling in die Schweiz. Heute beschäftigt er 115 Mitarbeiter, die täglich 16 Tonnen Dönerfleisch verarbeiten. 8000 Tonnen Fleisch pro Jahr, das schafft nicht mal McDonald's. Royal Döner hat in der Schweiz einen Marktanteil von 55 Prozent. Im Betrieb arbeiten fast ausschliesslich Kurden, die wichtigen Stellen hat Demir mit Verwandten besetzt. «Ich sehe meine Mitarbeiter wie eine Familie», sagt er, «ich lasse sie nicht spüren, dass ich der Chef bin.»

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