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TV-Kritik: «Der Papst ist bloss ein Bischof»

Der «Club» behandelte gestern den Abgang des Papsts. Nach anfänglicher Lobpreisung wurde durchaus erregt diskutiert.

Die Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. hat weltweit Verblüffung ausgelöst. Auch die Gäste im gestrigen «Club» zeigten sich überrascht, wiesen jedoch darauf hin, dass Benedikt XVI. die Möglichkeit eines Rücktritts bereits in einem seiner Bücher angedeutet hatte. Für Publizistin Klara Obermüller passte der Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen zu Benedikt, habe dieser doch stets versucht, Ratio und Glauben unter ein Dach zu bringen: «Die Trennung von Mensch und Amt ist typisch für Ratzinger.»

Auch Abt Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln und Vertreter der Bischofskonferenz sah den Rücktritt des Papstes als «konsequenten Schritt, nicht das Amt, sondern Christus ins Zentrum zu rücken». Eine regelrechte Lobpreisung kam von Weihbischof Marian Eleganti vom Bistum Chur. Für ihn war Benedikt ein «unabhängiger Denker, der immer sich selbst blieb, demütig und schüchtern, mit einem prophetischen Zug».

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